Die Zukunft des Skigebiets Kasberg steht auf dem Spiel – hohe Investitionen sind notwendig.
Grünau. Dem Skigebiet Kasberg in Grünau im Almtal stehen entscheidende Wochen bevor. Um langfristig bestehen zu können, soll der Kasberg Teil der oberösterreichischen Seilbahn-Holding werden und benötigt noch heuer frisches Kapital. Bei der Diskussionsveranstaltung „Ein Ort am Wort“ wurde deutlich, wie stark der emotionale und wirtschaftliche Stellenwert des Skigebiets für die Region ist. Viele Bewohner sprechen sich klar für den Erhalt aus, insbesondere wegen der Bedeutung für Kinder, Jugendliche und den regionalen Wintersport.
Gleichzeitig sind die finanziellen Herausforderungen enorm. Laut den Betreibern sind moderne Beschneiungsanlagen unerlässlich, um einen gesicherten Winterbetrieb zu gewährleisten. Allein dafür wären Investitionen von bis zu 15 Millionen Euro nötig. Insgesamt beläuft sich der Finanzbedarf auf rund 33 Millionen Euro in den nächsten zehn Jahren und bis zu 70 Millionen Euro auf Sicht von 20 Jahren. Auch der Tourismusverband warnt vor negativen Folgen für die Region, sollten keine raschen Entscheidungen fallen. Bürgermeister Klaus Kramesberger forderte das Land Oberösterreich auf, den Kasberg zur politischen Chefsache zu machen.