Trotz Anrainerkritik

Mühlviertel: Gasleitung kurz vor Genehmigung

Im kommenden Jahr 2027 soll das Großprojekt bereits abgeschlossen sein. 

Die geplante neue Erdgasleitung durch das Mühlviertel steht kurz vor der Genehmigung. Aus dem Büro des oberösterreichischen Umweltlandesrates Stefan Kaineder (Grüne) heißt es, am entsprechenden Bescheid werde bereits gearbeitet. Zuletzt war das Projekt im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) intensiv geprüft worden.

Hintergrund ist das Ziel, Österreich unabhängiger von Gaslieferungen aus dem Osten zu machen. Künftig soll mehr Gas aus westlicher Richtung ins Land transportiert werden. Laut Projektwerber Gas Connect Austria ist dafür eine zusätzliche Leitung notwendig. Diese soll parallel zur bestehenden Trasse von Oberkappel bis Bad Leonfelden verlaufen.

Anrainer kritisieren das Projekt massiv

Kritik kommt von Anrainern und Umweltschützern. In insgesamt 38 Stellungnahmen wurden Bedenken geäußert, unter anderem hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf Grundwasser und Waldflächen. Auch mögliche Erschütterungen im Untergrund sorgen für Sorgen.

Fertigstellung ist 2027 geplant

Geplant ist, die neue Leitung unterirdisch in einem Abstand von rund zehn Metern neben der bestehenden zu verlegen. Derzeit werden noch konkrete Auflagen verhandelt. Im Frühjahr soll das Projekt laut dem Büro des Umweltlandesrates genehmigungsreif sein. Gas Connect Austria strebt an, die Bauarbeiten so rasch voranzutreiben, dass die Leitung 2027 fertiggestellt ist.

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