In Vorchdorf

Prozess nach Waffenübungen auf Bauernhof in OÖ

13 Personen angeklagt wegen Vergehen gegen Waffengesetz.

Wels. 13 Personen müssen sich am heute vor dem Landesgericht Wels wegen Vergehen gegen das Waffengesetz verantworten. Eine Gruppe aus Oberösterreich, Salzburg und Kärnten hatte am 11. Oktober 2025 auf einem Bauernhof in Vorchdorf (Bez. Gmunden) Zielübungen durchgeführt. Ein Zeuge hatte über Notruf Alarm geschlagen. Insgesamt hatte die Staatsanwaltschaft gegen 23 Beschuldigte Ermittlungen eingeleitet, gegen einige Personen wurden diese im Jänner eingestellt.

Gegen einen teilnehmenden Bundesheeroffizier war auch wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt ermittelt worden, in dem Punkt wurden die Ermittlungen jedoch eingestellt. An jenem Samstag im Oktober flüchteten zahlreiche Bewaffnete ins Haus als die alarmierten Streifen, das Einsatzkommando Cobra und die Schnelle Interventionsgruppe anrückten. Rund 50 halbautomatische Waffen, teilweise zerlegt und versteckt, wurden laut Ermittlungsbehörden gefunden. Auch das Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung war vor Ort, Ermittlungen hinsichtlich Extremismus oder Staatsverweigerung hatten "keine Ergebnisse" gebracht.

Als „Bestimmungstäter“ ist heute jener Bundesheer-Offizier angeklagt, der die Ausbildung angeboten hat. Der Grund für die Anklage ist, dass er wusste, dass diese Teilnehmer keinen Waffenpass haben und sie trotzdem auf dem Gelände frei mit den Gewehren herumgehen ließ. Die möglichen Höchststrafen liegen für alle Angeklagten bei bis zu zwei Jahren Haft und hohen Geldstrafen.

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