Die Bundesliga stellt die Weichen für die Zukunft und holt einen neuen VAR-Partner an Bord. Währenddessen herrscht bei Rapid vor dem Altach-Trip Tor-Geduld. Peter Linden mit den Fakten.
Ein Duell in Sachen Medien-Terminen lieferten sich Freitag die Wiener Bundesligaklubs. Nur eine halbe Stunde nachdem der Austria in der Generali-Arena zum Heimspiel gegen den LASK begann der von Rapid im Körner-Trainingszentrum beim Happel-Stadion. Journalisten, die sich für beide Klubs interessieren, sind offenbar nicht gefragt oder gar erwünscht. Bei Rapid verriet Andreas Weimann, dass er noch nicht zu grübeln begonnen hat, weil ihm in seinen ersten drei Partien bei Grün-Weiß kein Tor gelang, es noch einige Zeit brauchen wird, bis es so weit sein wird. Vielleicht ist schon Sonntag alles hinfällig, weil er in Altach trifft. Das gelang ihm im Schnabelholz bereits vor 14 Jahren.
Alte Bekannte treffen in Altach aufeinander
In Österreichs U 21 unter Werner Gregoritsch erzielte er beim 3:2 gegen Schottland den Ausgleich zum 2:2. Auch mit Altachs Co-Trainer Atdhe Nuhiu verbindet Weimann etwas: Der 36 jährige übersiedelte nach 70 Spielen und 13 Toren bei Rapid und einem Jahr in der Türkei bei Eskisehirspor nach England, spielte von 2013 bis 2020 bei Sheffield Wednesday in der Championship, der zweiten Liga. Da gab es einige Duelle gegen Weimann, der ab 2015 bei Derby County, Wolverhampton und Bristol war, dazu auch einige private Treffen. Sonntag wird es nach dem Spiel wieder Redebedarf geben.
Acht Jahre Vertrag für neuen VAR-Partner
Die Ligameldung des Tages betraf das so heiß diskutierte VAR-System: Das bis Saisonende laufende wird ab der kommenden durch ein neues vom deutschen Dienstleister Sportec Solutions ersetzt. Das ist ein „Joint Venture“ der Deutschen Liga, kommt nicht nur in der deutschen Bundesliga, sondern auch in Spaniens La Liga, in Portugals höchster Spielklasse und in der nordamerikanischen Major Soccer League zum Einsatz. Der Vertrag läuft über acht Saisonen. In Deutschland sorgten allerdings zuletzt VAR-Irrtümer fast jede Runde für mehr Negativschlagzeilen als in Österreich.