Nina Ortlieb ist zurück in der Weltspitze! Nach dem hauchdünnen zweiten Platz in der Abfahrt von Soldeu rüstet die Vorarlbergerin nun für den Super-G-Doppelpack in den Pyrenäen.
Der Ski-Weltcup der Damen bleibt in Andorra. Nach dem Abfahrts-Krimi am Freitag stehen am Samstag und Sonntag (jeweils 10:15 Uhr/live ORF 1 & Sport24-Liveticker) gleich zwei Super-G auf dem Programm. Nina Ortlieb, die den Sieg in der Abfahrt nur um elf Hundertstel gegen Corinne Suter verpasste, gilt nach ihrer überlegenen Trainingsbestzeit nun als die große Gejagte auf der perfekt präparierten Piste in Soldeu.
Revanche gegen die Schweiz geplant
Die 29-jährige Ortlieb strotzt nach ihrem ersten Podestplatz seit dem Comeback nach Unterschenkelbruch vor Selbstvertrauen. „Dass ich das innerhalb einer Woche so ummünzen konnte, freut mich besonders“, so die Vorarlbergerin. Ziel ist es nun, die kleine Unachtsamkeit aus der Abfahrt auszumerzen und die Schweizerin Suter sowie die drittplatzierte Italienerin Sofia Goggia im Kampf um den ersten Saisonsieg zu biegen.
Hütter und Puchner im Angriffsmodus
Neben Ortlieb haben die ÖSV-Damen weitere heiße Eisen im Feuer. Die Steirerin Cornelia Hütter, die in der Abfahrt trotz vorangegangener Krankheit auf Rang sechs raste, will im Super-G noch weiter nach vorne. Auch Mirjam Puchner brennt nach ihrem 13. Platz in der Abfahrt auf Wiedergutmachung, nachdem sie am vergangenen Sonntag im Super-G-Training noch einen heftigen Sturz verkraften musste.
Kampf um die Kugeln spitzt sich zu
Durch das verletzungsbedingte Saisonende von Lindsey Vonn ist der Kampf um die Disziplinen-Wertungen völlig offen. In Soldeu werden wichtige Punkte vergeben, bevor der Tross nächste Woche nach Val di Fassa weiterzieht. Für Ariane Rädler, die nach ihrem Teamkombi-Olympiasieg in der Abfahrt noch etwas ratlos wirkte, bietet der Super-G bei sonnigen Temperaturen die ideale Chance zur Trendwende.