Bis heute Abend gibt es in den Ordensspitälern nur Notbetrieb.
OÖ. "Pflege mit Herz - bezahlt mit Burnout", steht u.a. auf den Plakaten: Die Beschäftigten der oberösterreichischen Ordensspitäler streiken heute seit 7 Uhr in der Früh an allen acht Standorten - zwei Betriebsräte an zwei Standorten beteiligen sich nicht. Nach vier ergebnislosen Kollektivvertragsverhandlungsrunden für rund 10.000 Beschäftigte reicht es den Spitalsbediensteten. Die Forderungen an die Arbeitgeber bleiben aufrecht: Ein Angebot, das die Teuerung ausgleicht, eine schrittweise Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden sowie konkrete Maßnahmen gegen die massive Arbeitsbelastung, denn Pflege und Gesundheit gehen uns alle etwas an.
117 Operationen betroffen
117 geplante Operationen seien von dem Streik betroffen, berichteten die Ordensspitäler. „Diese konnten erfolgreich verschoben werden oder wurden bereits durchgeführt“, hieß es.
In einer Abstimmung der Gewerkschaft vida hatten sich 93,3 Prozent für eine Arbeitsniederlegung in allen acht betroffenen Häusern ausgesprochen, woraufhin der ÖGB die Streik-Freigabe erteilte. Die Arbeitgeber bieten bisher aber für die rund 10.000 Beschäftigten nur 3,3 Prozent Plus und halten eine Arbeitszeitverkürzung für unrealistisch.
OÖVP-Landesgeschäftsführer Florian Hiegelsberger kritisiert: "Was aktuell bei den Verhandlungen in den Ordensspitälern passiert, sorgt bei vielen Menschen in Oberösterreich für große Verunsicherung. Statt ernsthafter Gespräche setzt die Gewerkschaft auf Kampagnen, die teuer von Deutschland nach Oberösterreich eingekauft wurden."