Mayas Weltuntergng

Weltuntergang

Österreich rüstet für Apokalypse

100 % mehr Nachfrage nach Überlebenspaketen.

Berechtigte Angst oder unnötige Panik: Am kommenden Freitag soll laut Maya-Kalender die Welt untergehen. Und obwohl die meisten Österreicher offiziell bestreiten, sich vor der Prophezeiung zu fürchten, beweist nun eine ÖSTERREICH-Recherche: Sie tun es doch. Und es sind viele.

Wasserfilter werden derzeit am stärksten nachgefragt
„Seit Frühjahr schon bemerken wir einen massiven Anstieg bei der Nachfrage“, erklärt Miriam Kyselová von „Treksport Outdoor Shop“ in Wien. „Die Menschen haben Angst vor dem 21. Dezember und kaufen bei uns besonders Wasserfilter, egal in welcher Preiskategorie.“

Weiter bei Kyselová extrem nachgefragt: Mikrotabletten, mit denen kleinste Organismen im Trinkwasser abgetötet werden können, Gaskocher, Töpfe und Lebensmittel, die monatelang halten. Ob „Nudeln Bolognese“, „Chili Concarne“ oder „Beef Stroganoff“ – gekauft wird derzeit fast alles, was es im Landen gibt.

Kompletter Notfallrucksack im Shop um 768 Euro
Ähnliches berichtet auch Andreas Piskorz vom Outdoorgeschäft „Hof und Turecek“. Gar um 100 Prozent ist die Nachfrage nach Survival-Paketen in dem Wiener Geschäft angestiegen. Auch bei Piskorz besonders gefragt: Wasservorfilter, die Schwermetalle und radioaktives Material entfernen können.

Bei ihm können Ängstliche sich sogar mit einem kompletten Krisenrucksack ausstatten lassen: Vom Notzelt, über Zündhölzer, Wasserentkeimungs-Kapseln bis zur Rettungsdecke und zum Kompass gibt es alles, was man für den Notfall braucht. Kostenpunkt: 768 Euro.

ÖSTERREICH: Auch in Ihrem Geschäft ist die Nachfrage nach Überlebensprodukten gestiegen. Was wird derzeit am meisten verkauft?
ANDREAS PISKORZ:
Besonders Wasservorfilter, die Schwermetalle und radioaktive Stoffe entfernen, werden derzeit stark nachgefragt.

ÖSTERREICH: Haben Ihre Kunden denn tatsächlich Angst vor dem Weltuntergang?
PISKORZ:
Es ist nicht direkt die Angst vor dem 21. Dezember. Eine Apokalypse halten viele für unwahrscheinlich. Aber für eine mögliche Katastrophe in nächster Zeit, wie beispielsweise ein heftiges Erdbeben, wollen viele trotzdem gerüstet sein. Und auch die wirtschaftliche Situation spielt eine Rolle: Schon 2010 haben wir durch die Wirtschaftskrise eine erhöhte Nachfrage gespürt.

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