Organisator: Wollte nur 80 Leute einladen

Facebook-Party

Organisator: Wollte nur 80 Leute einladen

700 wollten mitfeiern - 7.000 Euro Strafe drohen.

Er schmiss die Party des Jahres – ohne es zu wissen. Und: Die Fete wurde verhindert, bevor sie begann. Die unglaubliche Geschichte des Max H. (16). Die Eltern des Schülers fuhren auf Urlaub, er wollte für seine Freunde (maximal 80) ein großes Fest schmeißen. Es folgte die Einladung per Facebook.

„Es war ein großer Fehler“, ÖSTERREICH erreichte Max H. Die Einladung wurde publik, 700 Menschen begehrten am Samstag Einlass: „Zuerst hab’ ich mich gefreut, mir gedacht: Wird ganz geil. Aber als die Polizei aufgetaucht ist, hab’ ich mich ziemlich angesch…“ (siehe Interview).

Polizei schritt ein
Auf der Weidlinger Straße kam es zu Tumulten. Die Polizei musste einschreiten, baute Gitter auf. Max ging selbst auf die Straße, half mit, die Feiernden zu beruhigen.

Dennoch: Die Facebook-Party könnte ein kostspieliges Nachspiel haben. Falls die Behörden befinden, dass das Fest öffentlich war, kommt das Veranstaltungsgesetz zur Anwendung. 7.000 Euro Strafe drohen Max, der als ‚Veranstalter‘ die Kontrolle verlor. Max verneint: „Offiziell war ich nicht der Veranstalter – ich habe das Fest ja bereits davor abgesagt.“

ÖSTERREICH: 700 Leute wollten zu deiner Party – wie erstaunt warst du?
Max H.:
Zuerst hab’ ich mich gefreut, mir gedacht: Wird eh ganz geil. Aber als die Polizei aufgetaucht ist, hab’ ich mich ziemlich angesch…

ÖSTERREICH: Gibt es Pro­bleme mit der Polizei, gibt es eine Anzeige gegen dich?
Max:
Ich versteh’ eigentlich nicht, warum. Offiziell war ich nicht der Veranstalter – ich habe das Fest ja bereits davor abgesagt. Aber auf einer anderen Internet-Seite wurde es neu gegründet – das war offiziell eine andere Veranstaltung.

ÖSTERREICH: Du hättest die Party mit bis zu 200 Leuten durchgezogen?
Max:
Wir haben ein Haus mit einem großen Garten. Meine Mutter hat mir gesagt, dass ich dafür verantwortlich bin und dass ich auch jeden Schaden bezahlen muss.

ÖSTERREICH: Wo warst du, als der Ansturm startete?
Max:
Ich war selbst vor dem Haus. Viele waren ein bisschen angeheitert, und die haben sich dann gefreut, dass ich wirklich da bin. Wenn ich nicht gekommen wäre, hätten sie mit ihren Fäusten vieles beschädigt.

ÖSTERREICH: Du hast die Leute beruhigt?
Max:
Es wurde ruhiger, als ich kam. Die Polizei konnte es dann auflösen.

ÖSTERREICH: Bestrafen dich deine Eltern jetzt?
Max:
Es war ein großer Fehler, meine Eltern waren echt sauer. Aber noch habe ich keine Strafe – das kann noch kommen, wenn meine Eltern aus dem Urlaub heimkehren.

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