Platzsturm GAK / Hartberg 8.6.2012

Notoperation

Polizist schlug Fußball-Fan halb tot

Der GAK-Fan erlitt einen Leberriss, kam lebensgefährlich verletzt ins Krankenhaus.

Nachspiel der GAK-Hooligan-Schlacht von Hartberg am Donnerstag im Grazer Landesgericht für einen Polizisten. Vorwurf: Der 35-jährige Cop soll einen GAK-Fan halb tot geprügelt haben – es gilt die Unschuldsvermutung.

Die Vorgeschichte: Der Grazer Traditionsverein GAK war im Juni des Vorjahres zu einem Aufstiegsspiel in die zweite Liga beim Konkurrenten Hartberg aufgelaufen. Doch die Rotjacken lagen auf dem Rasen rasch mit 0:3 in Rückstand. Da brannten 150 Grazer Schlachtenbummlern die Sicherungen durch. Sie stürmten das Spielfeld. Es folgte eine regelgerechte Schlacht von Hooligans gegen die Polizei. Bengalische Fackeln, Böller, Holzlatten und Kübel flogen Richtung Beamte, diese antworteten mit Pfefferspray-Schwaden und Schlagstock-Einsatz. Ein GAK-Fan soll aber „lediglich“ wie ein Rohrspatz auf die Beamten geschimpft haben. Alleine soll er volltrunken auf eine Gruppe Polizisten zu spaziert sein.

Gutachten über Einsatz von Schlagstöcken
Und dafür soll er so einen heftigen einen Schlag abbekommen haben, dass es ihm die Leber zerriss. Lebensgefährlich verletzt kam er ins Krankenhaus, eine Notoperation rettete sein Leben. „Ich habe in Notwehr gehandelt“, rechtfertigte sich der Polizist (35) am Donnerstag vor Gericht. Richter Martin Wolf vertagte den Prozess. Weitere Zeugen sollen aussagen. Zusätzlich wurde ein Gutachten über die Schlagstöcke eingefordert.

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