Zoll-Bilanz

Postbote brachte die meisten Drogen

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Über 90 Prozent der im Vorjahr aufgegriffenen Suchtmittel kamen per Postsendung. 

Österreich. Ermittler beobachten seit Jahren, wie sich die Drogenkriminalität ins Internet – vor allem ins Darknet – verlagert. Das führt dazu, dass sich Ein-, Durch- oder Ausfuhr von Drogen überwiegend auf dem Postweg abspielt.


Khat. Beachtliche 91,62 Prozent aller Suchtmittel-Aufgriffe wurden laut ­Finanzministerium als Paket oder Brief befördert. Die übrigen Prozente entfallen auf den Luftweg (z. B. Bodypacker) bzw. den Verkehr. In Mengen bedeutet das 1,4 Tonnen, 28.198 Stück und 2 Liter illegaler Substanzen. Von den insgesamt 1,4 Tonnen entfielen 1,1 Tonnen auf die Blätterdroge Khat.


Spürhunde. Regelmäßige Kontrollen mit Spürhunden in den Briefzentren sind die Konsequenz. Suchtkranke und Dealer glauben, dass ihre Bestellungen anonym mit Krypto­währung getätigt werden können. In den meisten Fällen hinterlassen sie aber Spuren und Polizeiermittler forschen sie aus.


Minister. „Gerade in diesem Bereich ist die Kooperation mit der Polizei, insbesondere mit den Experten des Bundeskriminalamtes, von entscheidender Bedeutung. Schließlich bilden die Aufgriffe des Zolls oftmals die Grundlage für weitere Ermittlungen der Kriminalpolizei“, stellt ­Finanzminister Gernot Blümel fest.(lae)  

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