Extreme Trockenheit

Regen verhindert „katastrophale Ernte“

Nach Monaten extremer Trockenheit haben die jüngsten Regenfälle Österreichs Landwirtschaft zumindest etwas Luft verschafft. Eine völlige Entwarnung gibt es aber nicht. 

„Die jüngsten Niederschläge haben für die meisten Regionen und Betriebe eine leichte Erholung gebracht, aber längst keine echte Entwarnung“, sagte Moosbrugger zur APA. Die Situation bleibe angespannt, weil vielerorts deutlich zu wenig Regen gefallen sei. Österreich hatte laut Geosphere Austria heuer die trockenste Frühlings-Periode seit Beginn der Messungen im Jahr 1858 erlebt.

„Katastrophale Ernte“ vorerst verhindert

Trotz der extremen Wetterlage sieht die Landwirtschaftskammer zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer. „Die Niederschläge haben eine absolut katastrophale Ernte verhindert“, erklärte Moosbrugger. Gleichzeitig warnte er jedoch davor, die Lage zu unterschätzen: „Der Regen schafft uns gerade einmal eine erste Atempause.“

Vor allem wegen der niedrigen Grundwasserspiegel sei die Situation vielerorts weiterhin kritisch. 

Schäden auf Feldern bleiben bestehen

Ganz ohne Folgen bleibt die Trockenheit aber nicht. Bereits entstandene Schäden auf Feldern könnten nicht mehr rückgängig gemacht werden. Laut Landwirtschaftskammer müsse trotz Regen weiterhin mit einer schwächeren Ernte gerechnet werden.

Besonders hart getroffen habe es den Raps. Landwirtschaftskammer-Generalsekretär Ferdinand Lembacher erklärte zur APA: „Der Raps schaut ganz schlimm aus, ist extrem schnell verblüht.“ Beim Weizen sei der Regen hingegen „auf den letzten Drücker“ gekommen und könnte noch eine einigermaßen stabile Ernte ermöglichen.

Bauern hoffen auf weitere Regenfälle

Auch Wiesen und Weideflächen litten massiv unter der Trockenheit. Der erste Grünschnitt sei laut Lembacher vielerorts „deutlich unterdurchschnittlich bis katastrophal“ ausgefallen. Gerade für Milch- und Rinderbauern bedeutet das weniger Futter für ihre Tiere.

Wie sich die Lage weiterentwickelt, hängt nun stark vom Wetter der kommenden Wochen ab. „Es kann noch viel passieren“, warnte Moosbrugger. Die Hoffnung der Bauern liegt jetzt auf weiteren Niederschlägen.

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