Im Mühlviertel wächst die Sorge: Ein auffälliger Wolf treibt sich immer wieder nahe bei Menschen herum. Jetzt ziehen die Behörden die Konsequenzen: das Tier darf geschossen werden.
Der sogenannte „Risikowolf“ wurde in einer Gemeinde in Oberösterreich mehrfach in unmittelbarer Nähe von Siedlungen und Höfen gesichtet. Laut Behörden zeigte er dabei ein ungewöhnliches Verhalten: Selbst vor Menschen und Fahrzeugen wich er kaum zurück. Anrainer berichteten, dass der Wolf nur mit Mühe vertrieben werden konnte. Auch lautes Hupen oder Schreien habe ihn teilweise kaum beeindruckt.
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Besonders brisant: Das Tier tauchte wiederholt in bewohnten Gebieten auf. Genau das gilt als kritisches Verhalten. Damit war für die Behörden klar, dass es sich um einen sogenannten „Risikowolf“ handelt.
Abschuss jetzt erlaubt
Das Land Oberösterreich hat den Wolf deshalb offiziell zum Abschuss freigegeben. Jäger in den betroffenen Regionen wurden bereits informiert. Bis 11.Mai darf das Tier nun erlegt werden. Ein Schritt, der laut Politik dem Schutz der Bevölkerung und der Landwirtschaft dient.
In Oberösterreich gibt es mittlerweile mehrere Wolfsrudel, die sich zunehmend vermehren. Die steigende Zahl der Tiere erhöht auch die Wahrscheinlichkeit solcher Vorfälle. Die Behörden betonen daher, dass Maßnahmen gegen problematische Tiere notwendig seien, um Sicherheit und Gleichgewicht zu gewährleisten.