Tod des 12-jährigen Tobias Lindner bei einem schrecklichen Forstunfall am Salzburger Gaisberb

Drama in Salzburg

Tobias (12) 
von Baum erschlagen

Vater musste Horror mit ansehen: Tragödie passierte bei Holzarbeit.

„Für mich ist eine Welt zusammengebrochen“, flüsterte Landwirt Alois L. (40) Samstagnachmittag im Gespräch mit ÖSTERREICH. Die Tränen stehen ihm in den Augen und der Mann klammert sich an ein Bild von Tobias: „Mein Bub hätte doch den Hof übernehmen sollen. Er war mein voller Hoffnungsträger.“

Am Tag davor kam es am Hausberg der Mozartstadt zu einer Tragödie: Alois L. (40) nahm seinen Sohn Tobias (12) mit in ein Waldstück am Gaisberg, das der Nebenerwerbsbauer schon seit Jahren bewirtschaftet.

Trotz Seilwinde drehte sich Baumstamm plötzlich
Der Bub wollte seinem Papa bei der Holzarbeit unbedingt helfen. „Er ging mir am Hof schon immer zur Hand“, so der verzweifelte Vater: „Er hat überall fleißig mitgearbeitet.“
Äußerst achtsam und sämtlichen Sicherheitsvorkehrungen entsprechend, fällte Alois dann einen Laubbaum. Tobias hatte einen Extra-Sicherheitsabstand eingehalten. Doch der mit einer Seilwinde gesicherte Stamm kippte plötzlich in eine andere Richtung als erwartet.

Vater versuchte seinen Sohn herauszuziehen
Vor den Augen des Vaters traf der Baum Tobias genau am Kopf. Der 40-Jährige versuchte noch, ihn unter dem tonnenschweren Stamm herauszuziehen. Doch für den Buben kam jede Hilfe zu spät. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Schülers feststellen. Eine Kommission hat sich die Unglücksstelle inzwischen angesehen und den Vater von jeder Schuld freigesprochen.

„Ein tragischer Fall“, so Polizeisprecher Anton Schentz: „Es wurden alle Sicherheitsregeln eingehalten.“ Doch das bringt Tobias auch nicht mehr zurück.



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