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Innsbruck

Schäden durch Föhnsturm

Ein Föhnsturm braust seit gestern über Österreich hinweg. Der Sturm läutet den Herbst ein.

Ein heftiger Sturm hat in der Nacht auf Mittwoch zu zahlreichen Feuerwehr-Einsätzen geführt.

In Wien war die Feuerwehr seit Mitternacht rund 35 Mal im Einsatz. Die Straßenbahnlinien 2, D und J standen in der Früh im Bereich Burgring und Maria-Theresien-Platz sogar still. Ein größerer Baumteil war wegen des Sturms auf die Gleise gestürzt und musste beseitigt werden. Auch auf der Straßenbahnlinie 49 kam es in der Früh wegen eines herabgestürzten Astes zu einem kurzzeitigen Stopp.

In ganz Wien krachten immer wieder Äste und Dachziegel auf die Straßen. Verletzt wurde laut Feuerwehr aber niemand. Die Böen war im Osten Österreichs am stärksten. In der Wetterstation auf der Hohen Warte wurden in der vergangenen Nacht Windspitzen von bis zu 97 km/h gemessen. In der Inneren Stadt lagen die Höchstwerte bisher bei 83 km/h.

Schäden in Tirol
Schon gestern hat ein Föhnsturm in Innsbruck große Schäden verursacht. Der Sturm erreichte Spitzengeschwindigkeiten von 130 Stundenkilometern, riss Zäune und Reklametafeln weg und beschädigte Fahrzeuge. Sogar ein Dach wurde aus der Verankerung gerissen und gegen ein Haus geschleudert.

Versicherung zahlt nicht immer
Der Autofahrerklub ARBÖ warnte am Mittwoch: Sturmschäden an Autos werden meistens nur von der Kaskoversicherung gedeckt. Aber auch hier kommt es auf die genauen Versicherungsbedingungen an. Allgemein gilt: Sturmschäden werden von der Versicherung erst ab einer Windgeschwindigkeit von 60 km/h akzeptiert. Wer nur haftpflichtversichert ist, muss Reparaturen aus eigener Tasche bezahlen. Zurückholen kann sich die Kosten nur, wer beweisen kann, dass Bäume schon vor dem Sturm morsch oder Häuser baufällig waren.

Vorsicht vor Böen
Mit Böen muss besonders auf Brücken, bei Tunnelausfahrten oder in der Nähe enger Häuserschluchten gerechnet werden. Es wird empfohlen, defensiv und langsam zu fahren. Wer mit Dachlast oder Anhänger unterwegs ist, sollte das Gewicht auf beide Fahrzeugachsen verteilen. Wird das Auto von einer Sturmböe erfasst, sind heftige Lenkbewegungen zu vermeiden. Beim Öffnen der Fahrzeugtüre ist es sinnvoll, den Griff fest zu halten, um ein abruptes Aufschwingen der Tür zu verhindern.

Gleichzeitig mit dem Sturm ist der Herbst über Österreich gekommen (die Wetteraussichten siehe "Der Herbst ist da")

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