Schlepper: Geschäft mit Corona-Angst

Flüchtlingen wird Corona-Sicherheit vorgegaukelt

Schlepper: Geschäft mit Corona-Angst

Die Zahlen steigen wieder stark an. Auch das hat etwas mit der Pandemie zu tun.

Wien. Der Eindruck hat nicht getäuscht: Erstmals seit der großen Flüchtlingskrise 2015 nehmen die Zahlen Asylsuchender wieder kräftig zu: Österreich ist gegen den Trend das einzige EU-Land, in dem die Migranten-Zahl im vergangenen Jahr gestiegen ist. Um zehn Prozent auf über 14.000.

Das Perfide: Skrupellose Schlepper spielen mit der Corona-Angst der Flüchtlinge, locken sie auch unter dem Versprechen, dass die Covid-Situation bei uns deutlich sicherer sei als in den Herkunftsländern.

Die Migranten müssen neben den Schlepperkosten von bis zu 6.000 Euro sogar für FFP2-Masken bis zu 50 Euro bezahlen. Mieses Geschäft mit dem Menschenhandel.

Hinterbrühl, Bezirk Mödling, Freitagvormittag: In der Johannesstraße unmittelbar unter der Burg Liechtenstein führte die Polizei einen Mann in Handschellen ab. Es ist ein mutmaßlicher Schlepper, der Flüchtlinge illegal ins Land gebracht hat.

Und es ist binnen weniger Wochen der nächste größere Aufgriff durch die Polizei. Erst kürzlich wurden über 20 Flüchtlinge direkt bei der Autobahnauffahrt Sparbach – ebenfalls im Bezirk Mödling – zur A 21 aufgegriffen. Der Fahrer eines Lkw hatte sie einfach aus seinem Fahrzeug geworfen, war mit seinem Schlepperlohn geflüchtet.

Österreich nicht das Asyl-Zielland Nr. 1

Die heimischen Polizisten fungieren quasi als „Abfangjäger“ für die EU. Denn die wenigsten Flüchtlinge nennen Österreich als ihr eigentliches Zielland, wollen lieber nach Deutschland. Einmal in einem der reichsten EU-Länder angekommen, beantragen sie dennoch Asyl. Die Behörden reagieren mit verstärkten Maßnahmen im Osten des Landes, wie Drohneneinsätzen. Auch deshalb steigen die Aufgriffszahlen.

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