Diesmal Klagenfurt

Schon wieder! Toter Häftling der Justizanstalt

Wie das Justizministerium bestätigen muss, starb ein weiterer Häftling Tage nach einer Verzweiflungstat Laut Volksanwaltschaft gab heuer bereits sechs Suizide und zwölf Suizidversuche im Strafvollzug!

Ktn. Übernommen hat Ermittlungen nach dem Tod eines Häftlings der Justizanstalt (JA) Klagenfurt die Staatsanwaltschaft in Graz: Wie ein Sprecher der dortigen Staatsanwaltschaft eine entsprechende Online-Meldung des Nachrichtenmagazins "profil" bestätigt, ist laut ersten Angaben war ein Häftling nach einem Suizidversuch im Krankenhaus verstorben. Ein Monat lang war der Vorfall dann verheimlicht worden.

Der Insasse des "hässlichsten Häfens Österreichs" - an der neuen Justizanstalt Klagenfurt am Wörthersee wird noch gebaut, erst vor wenigen Tagen in Anwesenheit von Ministerin Sporrer Gleichenfeier -  war nämlich schon am Vormittag des 17. Februar leblos aufgefunden worden. Mitarbeiter der Justizanstalt sollen versucht haben, den Häftling zu reanimieren, er wurde danach ins Klinikum Klagenfurt gebracht, wo er am 21. Februar starb.

Sporrer bei Neubau Klagenfurt

Justizministerin Anna Sporrer vor wenigen Tagen bei der PK zur Gleichenfeier der neuen JA Klagenfurt am Wörthersee: " Unser Ziel ist ein moderner, humaner und effizienter Vollzug."

© Instagram

"Wir können einen Suizidversuch eines Insassen in der Justizanstalt Klagenfurt bestätigen", hieß es dazu vom Justizministerium. Man würde das Thema Selbstmord und

Prävention in Haft "sehr ernst" nehmen und kontinuierlich daran arbeiten, "auch im Rahmen freiheitsentziehender Maßnahmen, Anzeichen frühzeitig zu erkennen und Menschen in psychischen Notlagen bestmöglich zu unterstützen".

Besorgniserregende Zahlen im Strafvollzug

Der Fall wurde auch der Volksanwaltschaft gemeldet. Dort weiß man allein im heurigen Jahr bereits von sechs Suiziden und zwölf Versuchen im Strafvollzug, teilte die zuständige Volksanwältin Gabriela Schwarz Donnerstagmittag auf APA-Anfrage mit: "Damit zählen wir seit Jahresbeginn bis Ende März 2026 so viele Fälle, wie es insgesamt im ganzen Jahr 2020 gab. Diese Zahlen sollten alarmieren und zu weiteren Maßnahmen  führen", appellierte Schwarz an das Justizministerium.

S E R V I C E - Sie sind in einer verzweifelten Lebenssituation und brauchen Hilfe? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Unter www.suizid-praevention.gv.at finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich. Der Telefonseelsorge-Notruf ist rund um die Uhr und kostenfrei unter 142 zu erreichen. Infos für Jugendliche gibt es unter www.bittelebe.at

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