Die Serie von bedenklichen Vorfällen in den heimischen Gefängnissen will nicht abreißen: Wie jetzt bekannt wurde, starb in der Nacht auf Sonntag ein Insasse in Eisenstadt, der seine Zelle angezündet haben dürfte.
Bgld. In der Nacht auf Sonntag ist ein Häftling bei einem Brand in der Justizanstalt Eisenstadt ums Leben gekommen. Ersten Erkenntnissen zufolge habe der Mann das Feuer selbst gelegt, hieß es am Sonntag vom Justizministerium gegenüber dem ORF Burgenland.
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Der Mann soll die Tür zu seinem Haftraum mit Inventar verbarrikadiert und anschließend den Brand gelegt haben. Trotz des schnellen Eingreifens der Gefängnisangestellten, der Feuerwehr und eines Notarztes konnte der Insasse nicht gerettet werden.
Die Polizei habe Ermittlungen aufgenommen, um die genauen Umstände des Vorfalls zu klären. Auch intern werde der Fall untersucht. Weitere Personen seien bei dem Brand nicht zu Schaden gekommen. Mitarbeitern der Justizanstalt sei psychologische Unterstützung angeboten worden, so das Justizministerium, das damit erneut nach einer Reihe von aufklärungsbedürftigen Selbstmorden und dem Tod eines Häftlings in Hirtenberg bei der Überstellung auf die Psychiatrie erneut in den Fokus gerät. In Stein wird nach dem Suizid eines Häftling aktuell gegen zwei Justizbeamte wegen Amtsmissbrauch ermittelt.