See-Hotels sind alle ausgebucht

Heimat-Urlaub boomt

See-Hotels sind alle ausgebucht

Die Corona-Krise ist ein Turbo für den Urlaub an unseren Seen. Fast alles ist voll.

Tourismus. Velden statt Nizza, der Mondsee als Ersatz für die Adria. Österreichs Seen sind der Hotspot des Jahres – corona-bedingt. „74 Prozent aller Österreicher, die im Vorjahr in Italien oder Kroatien einen Urlaub verbracht haben, planen heuer einen Inlandsurlaub“, sagt Holger Sicking von der Österreich Werbung. Der Ansturm ist gewaltig.
Wer jetzt noch einen Urlaub an den beliebten Binnengewässern buchen möchte, braucht enorm viel Glück. Vor allem: Der Andrang wird noch größer nachdem die Infektionszahlen in vielen Urlaubsländern wieder anziehen.

35% der Urlauber wollen diese Saison nach Kärnten

„Kein Zimmer“. Unser absolutes Lieblings-Bundesland punkto Seen ist Kärnten, 35% wollen hin. Aber wer jetzt noch für die letzte Juli-Woche etwa in Velden buchen will hat wenig Auswahl. Für eine kleine Familie (2 Eltern und ein Kind mit 4 Jahren) waren gesternmittag nur mehr 10 Unterkünfte frei. 94% waren ausgebucht.
 
Im Falkensteiner Schlosshotel Velden sagt Direktorin Julia von Deines zu ÖSTERREICH: „Wir sind total voll, es gibt kein einziges freies Zimmer mehr. Der Großteil der Gäste kommt aus Österreich.“

"Wir haben so viele Anfragen wie noch nie"

Nur zwei Tage. Ähnlich die Situation im Hotel Linde in Maria Wörth (auch am Wörthersee): Hier gibt es im ganzen Juli nur mehr zwei Tage, die man buchen könnte, im August gehen sich nie mehr als drei Tage hintereinander aus.
 
Szenenwechsel an den Mondsee (OÖ). Hoteldirektor und Haubenkoch Martin Lackner: „Wir haben so viele Anfragen wie noch nie. Bis in die erste Septemberwochge sind wir fast ausgebucht, das hat sich blitzartig ergeben.“. Der Nachsatz stimmt eher nachdenklich: „Aber wir wissen absolut nicht, wie es danach sein wird.“
 
Nicht am See, aber in wunderschöner tiroler Landschaft liegt das Astoria Seefeld von Hotel-Grande-Dame Elisabeth Gürtler. Auch hier brummt das Geschäft trotz Corona-Krise: „Wir haben fast doppelt so viele Buchungen im Vergleich zum Vorjahr“, sagt Gürtler.
 
Schlechte Auslastung. Trotz aller Euphorie: Bei Weitem nicht alle Häuser profitieren. Laut Österreichischer Hoteliervereinigung haben die Hotels insgesamt nur eine Auslastung von unter 40% im Sommer. Besonders die Häuser in den Städten leiden.

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