Kind im letzten Moment aus Pool gerettet

Reglos im Wasser

Kind im letzten Moment aus Pool gerettet

Der Eineinhalbjährige war zuvor durch das Gartentor ausgebüxt.

Zu gleich zwei ähnlichen Rettungseinsätzen hat das Rote Kreuz Steiermark am Sonntag nahe Graz ausrücken müssen: Während in Gössendorf ein eineinhalbjähriger Bub in den Swimmingpool der Nachbarn gefallen war, sprang ein 80-jähriger Pensionist in Unterpremstätten seinem Hund in einen Teich hinterher, um diesen zu retten. Beide erlitten eine Unterkühlung und wurden in Spitäler gebracht, so Markus Schobel, Bezirksrettungskommandant des Roten Kreuz Graz-Umgebung, am Montag.

Reglos im Wasser
Kurz vor 11.00 Uhr waren die Nachbarn eines Familienvaters in Gössendorf (Bezirk Graz-Umgebung) nach Hause gekommen und hatten das Eingangstor offen gelassen. Das nutzte der Sohn des Steirers, um in Nachbars Garten zu huschen. Dort fiel er in das Schwimmbecken, in dem noch Wasser aus dem Vorjahr war. Obwohl der Vater rasch bemerkte, dass der Bub verschwunden war und ihn suchte, fand er den Kleinen nur noch reglos im Wasser treibend.

Wiederbelebt
Nachdem der Steirer seinem Sohn nachgesprungen war und ihn aus dem eiskalten Wasser gezogen hatte, alarmierten die Nachbarn die Rotkreuz-Landesleitstelle. Diese schickte einen sogenannten "First Responder", einen geschulten Ersthelfer, zum Einsatz. Dieser war nach nur zwei Minuten am Unglücksort, bestätigt Schobel. Nach den Wiederbelebungsmaßnahmen war das Kind wieder ansprechbar und wurde in das LKH Graz gebracht.

Ähnlicher Zwischenfall
Nur wenige Stunden später kam es in Unterpremstätten (ebenfalls Bezirk Graz-Umgebung) zu einem ähnlichen Zwischenfall. Gegen 17.00 Uhr ging ein 80-Jähriger mit seinem Hund spazieren. Plötzlich hüpfte sein Vierbeiner in einen Teich. Wagemutig sprang der Pensionist hinterher und rettete sein Haustier. Ein Anrainer bemerkte den Vorfall und rief die Rettung, die den Mann mit dem Hubschrauber in das LKH Graz-West flog, erklärte der Bezirksrettungskommandant. Dort wurde er stark unterkühlt aufgenommen. Dem Hund gehe es dagegen gut, so die Einsatzkräfte.

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