Sperre im August

ÖBB errichten Brücke der steirischen Ostbahn in Graz neu

Es entstehen Kosten von rund 4,7 Mio. Euro für den Neubau in der Herrgottwiesgasse.

Graz. Die ÖBB bauen die Bahnbrücke in der Grazer Herrgottwiesgasse neu, einem wichtigen Teil der steirischen Ostbahn im Stadtgebiet. Die Stahlbrücke aus dem Jahr 1948 hat das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Die Kosten betragen rund 4,7 Mio. Euro, wurde am Mittwoch mitgeteilt. Die Arbeiten erfolgen großteils im laufenden Betrieb und sollen bis Ende Oktober fertig sein. Allerdings ist von 8. bis 23. August eine Streckensperre Graz-Gleisdorf mit Schienenersatzverkehr erforderlich.

Die bestehende Brücke ist fast 80 Jahre alt, sie wurde als genietet ausgeführte Stahlkonstruktion errichtet. Sie wird nun durch ein modernes Stahlfachwerk ersetzt. Mit Februar beginnen die Erd- und Fundamentarbeiten an den Widerlagerbereichen. Zur sicheren Fundamentierung kommt ein Mikropfahlsystem zum Einsatz. Aufgrund von Bombenverdachtsfällen werden alle Arbeiten von einer Kriegsmittelaufsicht begleitet. Die Bahnanlagen in Graz wurden in den Jahren 1944 und 1945 mehrmals bombardiert.

Neun Brückenteile zu je 27 Tonnen

Nach Abschluss der Fundamentierung wird die bestehende Brücke abschnittsweise abgetragen und neu aufgebaut. Anschließend wird ein Lehrgerüst über die Herrgottwiesgasse und den dortigen Mühlgang errichtet, auf dem die neue Brückenkonstruktion montiert wird. Die neue Stahlbrücke wird dann in neun Einzelteilen angeliefert und in einem sogenannten Längsverschubverfahren vor Ort zusammengebaut. Die Einzelteile wiegen jeweils rund 27 Tonnen. Von 8. bis 23. August 2026 wird die Strecke zwischen Graz-Hauptbahnhof und dem oststeirischen Gleisdorf gesperrt und ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Die neue Brücke wird eine Schotterbettfahrbahn erhalten, um Lärmemissionen zu reduzieren. Parallel zum Neubau entsteht auch eine neue Radwegbrücke über den Mühlgang. Der Radweg an dieser Stelle war bisher schmal und in engen Kurven angelegt.

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