Politiker bei Amok-Lauf erschossen

Steiermark

Politiker bei Amok-Lauf erschossen

Beim Blutdrama im Bezirk Weiz musste ein VP-Politiker anstelle seiner Tochter sterben.

Was genau im Kopf des Amokschützen von Wetzawinkel vorging, als er am Donnerstagnachmittag den Vater seiner Ex-Freundin und danach sich selbst erschoss, bleibt für immer ein Geheimnis – die Wahrheit nahm Günter A. mit ins Grab. Dennoch konnten sich die Ermittler ein recht schlüssiges Bild über das Motiv des 45-Jährigen machen.

Älterer Ex verkraftete das junge Liebesglück nicht
Auslöser für die blutigen Geschehnisse dürfte ein Foto der 21-jährigen Janina (Name geändert) auf Facebook gewesen sein, mit dem die hübsche Steirerin ihr neues Liebesglück mit einem gleichaltrigen jungen Magna-Arbeiter postete. Zehn Freunde und Bekannte „likten“ das Foto. Doch Günter A. missfiel die Aufnahme so sehr, dass er sich am nächsten Tag in Fürstenfeld ins Auto setzte, um wutentbrannt und voller Eifersucht zu seiner Ex nach Hofstätten/Raab zu fahren.

Wie ÖSTERREICH berichtete, saßen der Neue, Martin J. (Name geändert), mit dem Vater seiner Freundin und dessen jüngerer Tochter (7) bei der Jause, als der Security-Mitarbeiter, Disco-Türsteher und Bodybuilder Günter A. plötzlich mit gezückter Waffe im Haus der Familie stand. Immer wieder schrie er nach seiner Ex, die allerdings nicht zu Hause war und nur aufgrund der schnellen Reaktion ihres neuen Lovers überlebte.

Martin J. jedenfalls konnte sich mit Janinas kleiner Schwester im Badezimmer verschanzen. Weil der Amokläufer seine Verflossene nicht im Haus fand und ihm deren Vater, der ÖVP-Gemeinderat Josef K., partout nicht verraten wollte, wo sich die 21-Jährige aufhielt, konzentrierte sich nun die ganze Wut auf den beliebten ÖVP-Politiker.

Alarmierte Polizei und 
Cobra kamen zu spät
Der Bruder von Josef K., der in einer zweiten Wohnung in dem Zweifamilienhaus wohnt und offenbar Zeuge der dramatischen Geschehnisse wurde, alarmierte die Polizei. Als die örtlichen Beamten mit Verstärkung durch die Cobra eintrafen, war es allerdings schon zu spät: Günter A. hatte zuerst Josef K. und dann sich selbst im Auto mit seiner Glock 17 erschossen. Die Waffe hatte er legal besessen.

(kor)



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