Wirt

Pech für Nashorn-Mafia

Rhino-Kopf: Diebe sägten falsche Hörner ab

Diebe sägten vermeintlich wertvolle Hörner von Nashorn-Kopf ab - Plastik!

Ein Nashornkopf, der am vergangenen Wochenende aus einem Gasthaus in Weißkirchen (Bezirk Murtal) gestohlen worden war, ist gefunden worden - allerdings ohne Hörner. Die Einbrecher, die gezielt auf diese aus gewesen waren, hatten die Hörner abgetrennt und den Rest im Straßengraben entsorgt. Pech für die Hornjäger: Die Objekte der Begierde waren Attrappen.

 Die zwei bis drei Einbrecher, die wohl wegen der horrenden Schwarzmarkt-Preise für die Nashorn-Zier hinter der Trophäe her waren, schlugen in der Nacht auf Sonntag zu: Sie montierten den rund 100 Kilogramm schweren Rhino-Kopf im Trophäen-Raum des Wirtshauses ab, entfernten die Hörner und entledigten sich außerhalb des Ortes des restlichen Kopfes, wo ihn später spielende Kinder fanden.

Womit die Ganoven nicht gerechnet hatten: Der 55-jährige Wirt, ein passionierter Jäger auch von Großwild, liebt offenbar auch das Jägerlatein. So hatte er das Nashorn gar nicht selbst geschossen, die Trophäe hatte er vom Trödler erworben und die Hörner aus Kunststoff anfertigen lassen.

Der Gastronom konnte sich das Lachen nicht verkneifen, als ihn die Polizei am Montag über Auffindung und Bergung des enthörnten Kopfes informierte. Er werde mit dem Präparator reden, ob sich eine Reparatur auszahle und dann entscheiden, ob er die Trophäe wieder aufhänge, sagte er.

Aus Wien und aus Deutschland waren in den vergangenen Monaten wiederholt Nashorn-Hörnerdiebstähle gemeldet worden. Der Umweltschutzorganisation WWF zufolge werden in Vietnam für 100 Gramm gemahlenes Horn bis zu 2.000 Euro gezahlt. Das Pulver gilt dort als begehrtes Potenz- und Heilmittel, etwa gegen Krebs, Malaria oder Epilepsie.

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