Kinderpornografie

Prozess in Graz

Zwei Einbrecher erpressten Pädophilen

Droh-SMS ging versehentlich an die Ehefrau.

Zwei Männer aus Polen, die bei einem Einbruch in ein Haus einen Laptop mit Kinderpornos gestohlen hatten und daraufhin den Besitzer erpressten: Mit diesem ­außergewöhnlichen Kriminalfall beschäftigt sich heute ein Schöffensenat unter Vorsitz von Erik Nauta im Grazer Strafgericht.

Laptop
Aufgeflogen war der Fall im vergangenen November, begonnen hat er aber bereits im Juli mit einem Einbruch: Da erbeuteten die beiden Polen (45 und 48 Jahre alt) bei dem gebürtigen Deutschen unter anderem einen Laptop.

Als die Täter die gestohlenen Festplatten durchforsteten, fanden sie kinderpornografische Filme. In der Annahme, dass ihr Einbruchsopfer selbst auf den Videos zu sehen und aktiv beteiligt gewesen sei, beschloss das Duo, den Mann wegen seiner pädophilen Neigung zu töten, indem sie ihn fesseln und sein Haus anzünden würden.

SMS
Zunächst wollten sie von ihm aber 200.000 Euro. Sie baten einen Komplizen, der Deutsch kann, eine Erpresser-SMS zu senden. Das allerdings landete auf dem Mobiltelefon der Ehefrau des Bestohlenen, die ihren Mann damit konfrontierte und Anzeige erstattet hat. Heute müssen sich die Einbrecher und Erpresser verantworten, das Verfahren gegen den Pädophilen läuft gesondert.



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