Bozner Platz gesperrt

Fliegerbombe in Innsbrucker Innenstadt

Experten des Entminungsdienstes entschärften die Bombe.

Teile der Innsbrucker Innenstadt haben am Donnerstag nach dem Fund einer 250 Kilo schweren Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg evakuiert werden müssen. Der aus Linz angeforderte Entminungsdienst transportierte schließlich am Abend das Kriegsrelikt ab. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand.

Betroffen waren Wohnungen, Arzt- und Anwaltspraxen, die Landeshypothekenbank und Teile des Neuen Landhauses rund um den Bozner Platz. Zum Vorschein kam der Fund bei Kanalgrabungsarbeiten. Der Zünder dürfte sich nach ersten Einschätzungen der Experten im Lauf der letzten Jahrzehnte zersetzt haben. Bombe und Sprengstoff wurden zur Entsorgung mitgenommen.

Für den Verkehr gab es nur geringfügige Behinderungen. Wegen der Kanalgrabungsarbeiten war der Bozner Platz in den vergangenen Wochen ohnedies nur erschwert passierbar und Umleitungen bereits eingerichtet.

Das Gebiet war wegen des nahen Bahnhofes im Zweiten Weltkrieg Ziel alliierter Luftangriffe. Laut Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB), die die Kanalarbeiten organisieren, habe der Baggerfahrer sofort mit den Arbeiten innegehalten. Die Arbeiter seien für derartige Situationen geschult, hieß es. In den vergangenen 20 Jahren sei es in Tirol im Zuge von Bauarbeiten etwa zehnmal zu Bombenfunden gekommen. Nur einmal habe es dabei leichte Schäden gegeben.

Die ursprünglich als abgesagt vermeldeten Konzerte der Gruppen Tanz Baby! und Kommando Elefant werden nach dem Abtransport der Fliegerbombe doch stattfinden können. Dies gab der Veranstalter bekannt.
 

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