Lawinenabgang Sölden

Drama in Sölden

Lawine tötet zwei US-Rennläufer

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Für die US-Talente Berlack und Astle aus dem C-Kader kam jede Hilfe zu spät.

Sölden, Schauplatz für den neuen James-Bond-Film Spectre und Unglücksort. Denn dort, wo die Piste ab Mittwoch für den James-Bond-Dreh gesperrt wird, geschah der Unfall: Eine Gruppe von sechs US-Läufern war Montagvormittag mit Skiern auf den Gaislachkogel (3.056 m) unterwegs. Doch bei der Abfahrt verließen sie die gesicherte Piste und fuhren in den freien Skiraum ein. Und das, obwohl sie gewarnt ­wurden, weil derzeit Warnstufe 3 auf der fünfstelligen Skala herrscht.

Riesige Schneemassen donnerten über den Hang
Bisher sieht es so aus, als ob die sechsköpfige Gruppe, die vermutlich Richtung Rettenbachtal wollte, die Lawine selbst ausgelöst hatte. Laut Polizei war es eine „riesige“, etwa 200 Meter lange und 30 Meter breite Schneewalze, die den Berg hinunterrollte und zwei der US-Skifahrer mitriss. Die Profis, die keine Notfallausrüstung dabeihatten, wurden metertief begraben. Sofort setzten ihre vier Team-Kollegen den Notruf ab, begannen wie auch andere Skifahrer nach den Verschütteten zu suchen. 60 Bergretter, die Alpinpolizei und Suchhunde waren im Einsatz, versuchten mit allen Mitteln, die Sportler lebend zu finden. Vierzig Minuten nachdem der Notruf eingegangen war, um 10.28 Uhr, wurden die Verunglückten gefunden: Etwa vier Meter unter den Schneemassen konnten Ronald Berlack und Bryce Astle nur noch tot geborgen werden. In dieser Saison sind das bereits das dritte und vierte Lawinen-Opfer in Tirol.

Zweiter Einsatz: Bursch von Freunden gerettet
Mehr Glück hatte da ein Snowboarder, der mit zwei Freunden auf einer freien Skipiste in Obergurgl unterwegs war. Um 13 Uhr ging eine Lawine ab, begrub den Deutschen. Die Notausrüstung zeigte den Begleitern seine Position an, sie schaufelten ihn aus einem Meter Tiefe frei. Der Bursch kam per Hubschrauber in die Universitätsklinik Innsbruck.

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