Lawine im Lungau

Fast unverletzt

Tiroler überlebte Horror-Lawine

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Bei Abfahrt Schnee- Brett ausgelöst - Am Silleskogel auf 2.000 Metern kam es zum Drama.

Am Osterwochenende starben vier Wintersportler unter den Schnee-Massen. Ein 38-Jähriger hatte aber riesiges Glück und überlebte.

Es ist ein Wunder, dass Georg U. (38) noch lebt. Der 38-jährige Innsbrucker war bei Kaiserwetter am Ostermontag am Silleskogel (2.418 Meter über Seehöhe) mit Elisabeth J. (37) auf einer Ski-Tour unterwegs. Bei der Abfahrt kam es zum Drama. Der erfahrene Wintersportler löste eine Lawine aus. Die weiße Horror-Masse riss die beiden Tirol in die Tiefe. Der tödliche Schleudergang zog sich über 150 Meter.

Lawinen-Airbag ging auf und rettete das Leben
Nur einer perfekten Ausrüstung verdanken die beiden ihr Leben. Der Lawinenairbag ging auf und schwemmte die Ski-Tourengeher an die Oberfläche. Zwei andere Alpinisten beobachteten die schlimmen Szenen, verständigten die Rettung. Ein Hubschrauber flog Georg U. und Elisabeth J. ins Tal. Beide kamen mit einem Schock davon, Georg U. wurde leicht verletzt.

Die gesamte vergangene Saison 16 Lawinen-Tote
Wie viel Glück die beiden Tiroler hatten, zeigt die Unfallstatistik dieser Winter-Saison. 28 Menschen sind bei Lawinen-Abgängen gestorben. Vergangenes Jahr waren es „nur“ 16. Ein Ende der Lawinen-Gefahr ist nicht in Sicht. „Durch den Neuschnee ist die Situation extrem angespannt“, berichtet Lawinen-Experte Bernd Niedermoser im ÖSTERREICH-Gespräch.

Experte warnt vor dem Ski-Saison-Finale "Freies Gelände meiden!"

ÖSTERREICH: Herr Niedermoser, wie ist die aktuelle Lawinengefahr auf den Bergen?
Bernd Niedermoser: Wir befinden uns in großen Teilen des Landes auf der Gefahrenstufe 3. Das bedeutet eine erhebliche Lawinen-Gefahr.

ÖSTERREICH: Haben Sie einen Tipp für die Wintersportler?
Niedermoser: Auf jeden Fall freies Gelände meiden, denn fast alle Lawinen der vergangenen Tage wurden von Wintersportler selbst ausgelöst.

ÖSTERREICH: Warum ist es zum Ski-Saison-Finale nochmal so gefährlich?
Niedermoser: Es gab bis zu 60 Zentimeter Neuschnee. Durch Wind wurde der Schnee verfrachtet und es entstanden Triebschneepakete, die sich leicht lösen.

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