Fahrlässige Tötung

Tödlicher Jagdunfall: Jäger war betrunken

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Den Beschuldigten (55) erwarte eine Anzeige wegen fahrlässiger Tötung.

Das Weinviertel trägt schwarz: Am Wochenende verwechselte ein Waidmann aus Korneuburg bei einer Jagd einen jungen Treiber mit einem Wildschwein ("Ich sah im Gebüsch nur einen dunklen Fleck und drückte ab."). Weil er sich nicht vergewissert hatte, ob sich ein Tier nähert und der Todesschütze den ganzen Vormittag trotz Alk-Verbots aus einem Flachmann gebechert haben soll, wird nun wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Umständen ermittelt. Darauf stehen für Alois P. (55), wie berichtet, bis zu drei Jahre Haft. Für die Eltern und die Schwester des Opfers ist die Tragödie umso bitterer, als sie den mutmaßlichen Täter gut kennen - es ist der Lebensgefährte der Taufpatin des jungen Tischlers, der in Unterolberndorf bei allen bekannt und beliebt war. Der begeisterte Floriani wird in den nächsten Tagen beerdigt

Unfall-Serie
Der Vorfall im Weinviertel bildet den traurigen Höhepunkt einer Serie von Jagdunfällen in den vergangenen Monaten. Vor allem in Nieder- und Oberösterreich, aber auch in der Steiermark, wurden seit November des Vorjahres versehentlich Menschen angeschossen und schwer verletzt. Erst am Freitag war im oberösterreichischen Mühlviertel ein 69-Jähriger durch Schrotkugeln, die sein Bruder auf einen flüchtenden Fuchs feuern wollte, im Gesicht verletzt worden.

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