Wegen mutmaßlicher Drogengeschäfte und Amtsmissbrauch sitzt nun ein verdeckter Ermittler selbst in U-Haft.
Beim Bundeskriminalamt sorgt ein verdeckter Ermittler für einen brisanten Fall. Verdeckte Ermittler werden vor allem im Kampf gegen organisierte Kriminalität und Terrorismus eingesetzt. In Österreich sind ihre Einsätze streng geregelt. Sie dürfen nur auf Anordnung der Staatsanwaltschaft erfolgen.
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Ermittler können zur Täuschung sogenannte Scheingeschäfte abschließen. Straftaten dürfen sie aber nicht begehen, die über das notwendige Maß hinausgehen. Zusätzlich dürfen Ermittler niemanden zu Verbrechen anstiften, die ohne ihr Zutun nicht passiert wären.
Drogenreste in Küche gefunden
Der verdächtigte Beamte soll laut Belastungszeugen selbst in Drogengeschäfte verwickelt sein. Er sitzt aktuell wegen Verdachts des Amtsmissbrauchs in Untersuchungshaft. Laut Medienberichten wurde zusätzlich bei einer Razzia an seiner Wohnungsadresse im steirischen Bezirk Voitsberg Drogenreste in der Küche entdeckt.
Zudem soll der Beamte angeblich zwei Kilo der synthetischen Droge Speed verkauft haben, so ein weiterer Zeuge. Für den Beamten gilt die Unschuldsvermutung.
Gegenüber den Medien erklärt Mag. Andreas Kleinbichler, der Verteidiger des Beschuldigten: "Die gefundenen Mini-Reste sind durch das Umfüllen für Scheingeschäft erklärbar. Die U-Haft ist eigentlich nicht berechtigt, im Verfahren werden sich die widersprüchlichen Angaben aufklären lassen."