Der 54-jährige Kärntner muss sich heute, Mittwoch, wegen siebenfachen Mordversuchs vor dem Landesgericht in Klagenfurt verantworten.
Kärnten. Die schier unfassbaren Szenen spielten sich im September 2025 in einer Halle auf dem Gelände einer Firma in Klagenfurt ab : Ein 54-jähriger Kärntner verübte in dem Raum - in dem sich acht Männer aufhielten - einen Brandanschlag. Dabei wurden zwei Spieler lebensgefährlich verletzt. Hintergrund beziehungsweise Motiv der furchtbaren Tat waren Spielschulden des Angeklagten beim Pokern.
Der "Verlierer" hatte gegen 18.40 Uhr plötzlich den Inhalt eines Benzinkanisters verschüttet und angezündet. Alle Anwesenden schafften es noch, ins Freie zu flüchten. Zwei Männer, ein 52-jähriger und ein 55-jähriger Klagenfurter, erlitten aber so schwere Brandverletzungen, dass sie in künstlichen Tiefschlaf versetzt werden mussten. Der 55-Jährige wurde mit einem Hubschrauber in die Uniklinik Graz gebracht. Vier weitere Männer (45, 48, 51 und 62 Jahre alt) kamen mit leichten Verletzungen davon.
Laut ersten Ermittlungen hatte es vor der Tat einen Streit um Spielschulden des Beschuldigten gegeben. Dieser war beim Eintreffen der Polizei noch am Tatort und wurde umgehend festgenommen. Wegen seiner Alkoholisierung konnte er vorerst nicht einvernommen werden und wurde daraufhin ins Polizeianhaltezentrum Klagenfurt überstellt.
Sämtliche angeführte Beteiligte kannten sich und dürften sich des Öfteren zu Pokerrunden getroffen haben. Die Berufsfeuerwehr Klagenfurt wie auch der Rettungsdienst befanden sich 8 Minuten nach Eintreffen des ersten Notrufes vor Ort im Einsatz. „Wenn das Benzin nicht sofort entzündet worden wäre, hätte es aufgrund der Benzindämpfe auch zu einer Explosion kommen können“, sagte der Einsatzleiter Wolfgang Germ damals.
Am Mittwoch wird der Fall vor dem Landesgericht in Klagenfurt verhandelt. Vorgeworfen wird dem Kärntner siebenfacher Mordversuch.