Wahlkarten ordnen Mandatsstand neu

NR-Wahl

Wahlkarten ordnen Mandatsstand neu

SPÖ und ÖVP fielen bei der Nationalratswahl erstmals unter 100 Mandate.

Erst am Montag, als sich die Nebel (so mancher Wahlfeier) lichteten, wurde klar, wie stark die Koalitionsparteien wirklich verloren hatten: Die beiden einstigen Großparteien fielen deutlich unter die Grenze von 100 Mandaten, haben zusammen aber immerhin noch eine absolute Mehrheit. Fast schon stärkste Partei sind übrigens die Nichtwähler mit knapp 26 Prozent.

Wahlkarten wirbelten Ergebnis durcheinander
Wahlkarten. Am Montagabend standen nach 22 Uhr die Ergebnisse der 480.000 Briefwahlstimmen fest. Wie erwartet konnten davon die Grünen und die ÖVP profitieren. Zwei Mandate wanderten von der FPÖ zu den Grünen. Ein Mandat ging der SPÖ verloren, dieses wurde der ÖVP zugeschrieben. Damit blieb der Mandatsstand von Rot und Schwarz gleich bei 99. Eine Mehrheit, aber erstmals unter 100 Mandaten.



NEOS legten erst in den letzten Wahlkampftagen zu
Protest. Überraschend indes die Ergebnisse einer Nachwahlbefragung des Meinungsforschers Peter Ulram: Die neu ins Parlament eingezogene Partei NEOS hat die meisten Wähler erst in den letzten ein bis zwei Wochen vor der Wahl überzeugen können – während im Gegenzug die ÖVP in dieser Zeit besonders viele Wähler verloren hat.

Ein Drittel entschied sich erst in letzter Woche
Spätentscheider nehmen zu. 29 % haben ihre Wahlentscheidung erst wenige Tage vor der Wahl getroffen, 9 % ein bis zwei Wochen davor, und für 58 % stand die Entscheidung schon länger fest.

Frauen wählten Rot-Grün, Männer Schwarz-Blau
Das Institut Ecoquest erhob, wie die einzelnen Bevölkerungsgruppen abstimmten. Dabei stellte sich heraus: Hätten nur Frauen wählen dürfen, hätte die SPÖ einen fulminanten Wahlsieg eingefahren – auch die Grünen wären viel besser gelegen. Bei den Männern sind indessen FPÖ, ÖVP und Stronach stärker.

Was die Arbeiter betrifft, ist die FPÖ mit 29 % zwar auch besser – die stärkste Arbeiterpartei bleibt aber die SPÖ. Dafür liegen die Roten bei den Jungen katastrophal niedrig bei 17 % – ÖVP, FPÖ und Grüne sind da stärker. Die SPÖ bleibt eine Pensionistenpartei: Mit 35 % hat sie bei den über 60-Jährigen die klare Mehrheit.

Die Ergebnisse aus den Bundesländern:

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22.54 Uhr: Vorläufiges Endergebnis inklusive Briefwahl
Nach Auszählung der Briefwahl-Stimmen ergibt sich folgendes vorläufiges Endergebnis (nur rund 31.000 Wahlkarten-Stimmen fehlen noch):

  • SPÖ - 26,9 %
  • ÖVP - 24,0 %
  • FPÖ - 20,5 %
  • Grüne - 12,3 %
  • Team Stronach - 5,7 %
  • NEOS - 4,9 %
  • BZÖ - 3,5 %

22.36 Uhr: Ergebnis der Briefwahl jetzt da
Neues vorläufiges Endresultat der NR-Wahl 2013 nach Auszählung der Briefwahl-Stimmen: Die SPÖ verliert ein Mandat und kommt nun auf 52 Mandate (-1). Die ÖVP hat 47 Mandate (+1), die FPÖ 40 (-2), die Grünen 24 (+2), das Team Stronach bleibt bei 11 und die NEOS bei 9 Mandaten.

  • SPÖ - 52 Mandate
  • ÖVP - 47
  • FPÖ - 40
  • Grüne - 24
  • Team Stronach - 11
  • NEOS - 9

22.15 Uhr: Voves "zuversichtlich" für große Koalition
Der steirische Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) meint in der ORF-ZIB2, dass die SPÖ in den Industriestädten, bei den Arbeitern, ein Problem habe. In der Steiermark sei die Stimmung für den Reformkurs seiner Regierung nicht so schlecht, so Voves. Der SP-Landeshauptmann sieht auch im Antreten Frank Stronachs einen Grund für die Verluste seiner eigenen Partei. Voves empfiehlt einer etwaigen Neuauflage einer großen Koalition auf Bundesebene eine ähnliche "Reformpartnerschaft" wie in der Steiermark.

21.31 Uhr: Auszählung der Briefwahlstimmen dauert an
Die Auszählung der Briefwahlstimmen dauert noch an. Ausständig ist  noch das Ergebnis der Steiermark. Die Stimmen werden laut Meinungsforschern noch Mandate verschieben. Die SPÖ dürfte letztlich ein Mandat weniger (also nur mehr 52) bekommen, die ÖVP eines mehr (47), die FPÖ dürfte zwei auf 40 verlieren, die Grünen eines (auf 23) und auch die NEOS eines (auf 10) dazubekommen. Nur das Team Stronach dürfte unverändert bei elf Mandaten bleiben.

20.46 Uhr: Auch Grüne hoffen auf Mandatszuwachs
Neben der ÖVP dürfen sich auch die Grünen Hoffnungen auf Mandatszuwachs machen. Die Grünen könnten zwei (ARGE Wahlen) oder ein (SORA) Mandat zu ihren 22 dazubekommen. SORA sieht ein weiteres Mandat für die NEOS, die dann zehn statt neun hätten.

19.38 Uhr: SPÖ dürfte ein Mandat an die ÖVP verlieren
Mit der Auszählung der Wahlkarten dürften SPÖ und FPÖ schlechter abschneiden und Mandate verlieren. Ein Mandat könnte von der SPÖ an die ÖVP wandern. Die SPÖ käme nur mehr auf 52 statt 53 Mandate, die ÖVP hätte dann 47 Mandate. Heute zählen die 113 Bezirkswahlbehörden rund 548.000 Wahlkarten aus, die für die Briefwahl verwendet wurden. Das Ergebnis wird im Lauf des Abends vorliegen.

18.39 Uhr: Keine Personaldiskussion bei der ÖVP
Spindelegger will in Gesprächen mit den anderen Parteien ausloten, wer bereit sei, über diese Fragen zu diskutieren: Wachstum, Arbeitsplätze, ohne neue Steuern und Schulden auszukommen, die Festigung des Standorts und die Unterstützung von Familien. Personaldiskussionen seien heute keine geführt worden, auch einen Zeitrahmen, bis wann die Regierung stehen sollte, nannte Spindelegger nicht. Auf die Frage, ob dies noch heuer der Fall sein soll meinte der ÖVP-Chef: "Ich bin kein Prophet."

© APA

Michael Spindelegger bei der Pressekonferenz; Foto: APA

18.30 Uhr: Spindelegger: "Mit allen Parteien reden"
Parteiobmann Michael Spindelegger gab das Ergebnis der Sitzung des Bundesparteivorstandes in einer Pressekonferenz bekannt: "Ich habe den Auftrag bekommen, mit allen Parteien zu reden."

18.26 Uhr: Spindelegger informiert
ÖVP-Chef Michael Spindelegger informiert nach der Sitzung der VP über die Beschlüsse des Parteivorstandes. Das Wahlergebnis sei Thema gewesen, so Spindelegger. Man dürfe nun nicht zur Tagesordnung übergehen.

18.16 Uhr: ÖVP-Granden wortkarg
Vor der Wiener Parteizentrale der ÖVP gab es kaum Statements. "Ich sage nichts", meinte Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle. Es werde sicher nicht um Koalitionsvarianten gehen, verkündete Vorstandsmitglied Werner Fasslabend.

18:01 Uhr: FPÖ-Jugend Burgenland: Nicht wählen soll 40 Euro kosten
Die Einführung der Wahlpflicht fordert der Ring Freiheitlicher Jugend (RFJ). Wer künftig nicht wählt, sollte - nach einer Ermahnung durch die Wahlbehörde - "pro nicht getätigtem Urnengang" zahlen müssen, forderte die burgenländische Landesgruppe am Montag in einer Aussendung. Ein möglicher "Richtwert" seien dabei 40 Euro. Über die Höhe der Sanktion müsse aber noch "eine ausführliche Debatte geführt werden", erklärte Generalsekretär Stefan Philipp.

17:42 Uhr: ÖVP-Granden beraten über Konsequenzen nach Niederlage
Die ÖVP berät am Montagnachmittag das weitere Vorgehen nach der Wahlniederlage von Sonntag. Obwohl der einflussreiche Niederösterreichische Parteichef Erwin Pröll bereits am Sonntag eine Neuauflage der rot-schwarzen Koalition angedeutet hatte, hieß es am Montag aus Parteikreisen, es werde diesbezüglich vorerst keine Festlegung geben.

© APA/Hochmuth

(c) APA; ÖVP-Chef Michael Spindelegger und Generalsekretär Hannes Rauch

17:19 Uhr: Verpasste Mandate: Prominente "Opfer" bei der SPÖ
Die Nationalratswahl hat bei der SPÖ einigen bekannten Abgeordneten das Mandat gekostet . Unter anderem haben nach derzeitigem Stand Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter und der Schwechater Bürgermeister Hannes Fazekas keine Sitz mehr im Nationalrat. Nicht geschafft hat es angesichts des enttäuschenden SP-Ergebnisses in der Steiermark der eigentlich aussichtsreich postierte Chef der Sozialistischen Jugend Wolfgang Moitzi.

17:02 Uhr: Große Koalition erstmals auf unter 100 Mandaten
Die Große Koalition ist eine der beiden wahrscheinlichen Koalitionsvarianten nach dieser Nationalratswahl. Diese bescherte SPÖ und ÖVP zwar einen weiteren Verlust und weitere historische Tiefststände. Aber die Fortsetzung ihrer Koalition ist möglich - kamen sie doch gemeinsam auf mehr als 50 Prozent und 99 der 183 Mandate. Das ist immer noch eine ganz gut abgesicherte Mehrheit, aber es wäre das erste Mal, dass eine Koalition weniger als 100 Abgeordnete - nämlich 99 - hinter sich hat.

16:45 Uhr: Wird Norbert Darabos SPÖ-Klubobmann?
Norbert Darabos ist wohl für höhere Weihen vorgesehen ist, aber sollte es wieder nicht für ein Ministeramt reichen, gilt er als aussichtsreicher Kandidat für die Klubführung. Allerdings hat auch der derzeitige Fraktionschef Josef Cap Interesse, diese Position zu behalten.

16:16 Uhr: BZÖ-Fiasko: Petzner und Stadler rechnen mit Bucher ab
Stefan Petzner, derzeit noch stellvertretender BZÖ-Klubobmann, ist mit der orangen Wahlniederlage mächtig unzufrieden. Verantwortlich hierfür sei Bündnischef Josef Bucher, schließlich habe dieser die internen Warnungen in den Wind geschlagen, erklärten Petzner und Ewald Stadler am Montagnachmittag.

16:03 Uhr: Karl Öllinger, grüner Sozialsprecher, verpasst Parlamentseinzug
Der langjährige Sozialsprecher der Grünen, Karl Öllinger, hat bei der gestrigen Nationalratswahl knapp den Wiedereinzug verpasst. Sollte er es nicht doch noch über die Vorzugsstimmen schaffen, wird er nach 19 Jahren Abschied aus dem Hohen Haus nehmen müssen.

15:36 Uhr: Briefwähler dürften Mandate noch kräftig durcheinander bringen
Die Briefwähler könnten die gestern, Sonntag, ausgewiesenen Mandatsstände noch kräftig verändern. Laut den Briefwahl-Prognosen von ARGE Wahlen und SORA wird nach der Auszählung der Wahlkarten nur das Team Stronach die elf Abgeordneten behalten, die es laut dem vorläufigen Endergebnis hat. Bei allen anderen Parteien wird sich etwas ändern - aber nicht so sehr, dass sich damit neue Koalitionsvarianten ergäben.

15:21 Uhr: Heute abend kommt das Ergebnis der Briefwähler
Heute zählen die 113 Bezirkswahlbehörden rund 548.000 Wahlkarten aus, die für die Briefwahl verwendet wurden, teilte Robert Stein, der Leiter der Wahlabteilung im Innenministerium mit. Das Ergebnis wird im Lauf des Abends vorliegen, genauere Angaben waren nicht möglich.

15:06 Uhr: Für Haselsteiner ist NEOS Abschneiden "kleine Sensation"
Der Unternehmer Hans-Peter Haselsteiner freut sich über den Einzug der NEOS, die er im Wahlkampf finanziell und persönlich unterstützt hat, als "eine kleine Sensation". "Darüber können sich alle freuen, das ist wunderschön", sagte er am Montag im APA-Gespräch. Das zweite Wahlziel, nämlich die rot-schwarze Mehrheit zu brechen, sei zwar nicht gelungen, doch werde die junge Partei die kommenden Jahre im Parlament gut nutzen können. Eine Koalition mit FPÖ-Beteiligung kann er sich nicht vorstellen. Er selbst werde der NEOS auch künftig - beratend - "zur Verfügung stehen", sagte er.

14:53 Uhr: "Riesige Freude" bei Heide Schmidt über NEOS-Erfolg
"Riesige Freude" hat der Einzug der NEOS in den Nationalrat bei Heide Schmidt, der Parteigründerin des Liberalen Forums ausgelöst, das mit den NEOS in einer Wahlgemeinschaft angetreten ist. Sie sehe darin eine "echte Chance für ein Wiedererstarken einer liberalen Politik", sagte Schmidt am Montag. Ein politisches Comeback in der neuen Bewegung strebt sie allerdings nicht an.

14:36 Uhr: SPÖ-Rekordergebnisse im Burgenland, ÖVP-Top-Resultate in Tirol
Die Nationalratswahl hat auch 2013 wieder Rekordergebnisse in traditionellen Hochburgen der Parteien gebracht. Vor allem SPÖ und ÖVP konnten im Burgenland bzw. in Tirol auf ihre Top-Gemeinden bauen, die FPÖ verlegte ihre Rekord-Gemeinden dieses Mal von Oberösterreich in die Steiermark. Die Grünen waren erneut in den Wiener Innenbezirken stark. Die neue Parteien NEOS und Team Stronach reüssierten v.a. in Vorarlberg bzw. der Steiermark, der jeweiligen Heimat ihrer Gründer. Das sind die Hochburgen der Parteien >>>

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14:18 Uhr: Mandatsstreit beim Team Stronach
Ex-Miss World Ulla Weigerstorfer muss darauf hoffen, dass die ehemalige ORF-Generaldirektorin Monika Lindner ihr Mandat nicht annimmt. Die hat sich zwar bereits vor längerer Zeit aus dem Team Stronach zurückgezogen. Ein Mandat stünde ihr aber zu. Fraglich ist auch, ob Frank Stronach sein Nationalratsmandat annimmt oder ob es der Partei zur Verfügung stellt.

14:10 Uhr: Erster ÖVP-Politiker fordert Abkehr von Rot-Schwarz
Während Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll am Wahlabend den Weg in Richtung rot-schwarz vorgezeichnet hat, plädierte Gabriel Obernosterer im Ö1-"Mittagsjournal" für eine Zusammenarbeit des "bürgerlichen Lagers" - also Schwarz-Blau-Stronach oder Schwarz-Blau-NEOS.

13:46 Uhr: Der Fahrplan zur neuen Regierung
Nach der Nationalratswahl tritt in den kommenden Tagen Bundespräsident Heinz Fischer in Erscheinung. Zunächst wird die Bundesregierung am Dienstag ihren Rücktritt anbieten. Fischer wird die Demission annehmen und gleichzeitig die bisherige Regierung mit der Fortsetzung der Amtsgeschäfte bis zur Angelobung der neuen Regierung betrauen. Der genaue Fahrplan zur Regierung findet sich hier >>>

13:29 Uhr: Fischer gibt in einer Woche Auftrag zur Regierungsbildung
Bundespräsident Heinz Fischer will noch Ende dieser Woche oder spätestens Anfang nächster Woche den Auftrag zur Bildung einer neuen Bundesregierung erteilen. Beauftragen wird er damit aller Voraussicht nach SPÖ-Vorsitzenden Werner Faymann. Davor will der Bundespräsident Einzelgespräche mit den Chefs aller im neuen Parlament vertretenen Parteien führen.

13:07 Uhr: NEOS zur Verhandlungen mit SPÖ und ÖVP bereit
Die NEOS drängen weiter mit Vehemenz in eine neue Bundesregierung. Man habe es sich zum Ziel gesetzt, mit SPÖ und ÖVP in Verhandlungen über eine Dreierkoalition treten zu können, sagte der Chef und Spitzenkandidat der mit 4,8 Prozent ins Parlament eingezogenen Partei, Matthias Strolz, im APA-Interview nach einer Sitzung des Parteivorstande am Montag in Wien. "Wir zeigen Bereitschaft und sagen: 'Wir sind da'", meinte Strolz in Richtung der bisherigen Regierungsparteien.

12:49 Uhr: Steirisches Reformer-Duo im Dilemma
Tag der Analysen nach der Wahl auch in der Steiermark, wo SPÖ und ÖVP fast elf Prozentpunkte verloren haben und der FPÖ als neuer Nummer eins den Vortritt lassen mussten: "Wähler straften SPÖ und ÖVP" titelten Medien, und gerade darin liegt das Dilemma: Wofür wurde die Koalition gestraft: Für den Stillstand im Bund oder für die Reformen im Land? Die steirischen "Reformpartner" Franz Voves und Hermann Schützenhöfer stellten umgehend klar, nicht vom Kurs abweichen zu wollen. Doch der Gegendruck wird sicher größer.

12:28 Uhr: Bucher könnte in den Kärntner Landtag gehen
Die politische Zukunft des BZÖ ist nach dem Wahlsonntag ungewiss. Einzig in Kärnten ist die Partei noch im Landtag vertreten, bei der Wahl im März holte man zwei Mandate. Theoretisch könnte Parteichef Josef Bucher nach seinem Abschied aus dem Nationalrat in den Landtag wechseln, bestätigte Landtagsamtsdirektor Robert Weiß am Montag. Dazu müsste allerdings einer der beiden orangen Mandatare auf seinen Sitz verzichten. Was die Finanzen der Partei anbelangt, bekommt das Bündnis heuer noch öffentliches Geld, damit ist erst ab 2014 Schluss. Josef Bucher selbst hat sich dazu noch nicht geäußert.

12:12 Uhr: Faymann will nur mit ÖVP verhandeln
Zur Zeit tagt das SPÖ-Parteipräsidium in Wien. Kanzler Faymann konzentriert sich bei den nun anstehenden Regierungsverhandlungen ganz auf die ÖVP. Vor dem Parteipräsidium Montagvormittag sprach sich der Kanzler klar gegen eine Dreier-Koalition aus und lehnte auch unverändert Gespräche mit den Freiheitlichen ab. Mehr Infos hier >>>

Diashow: Parteipräsidiums-Sitzung der SPÖ in Wien

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SPÖ-Parteipräsidium
SPÖ-Parteipräsidium

Bundeskanzler Werner Faymann vor Beginn des Partei-Präsidiums.

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SPÖ-Parteipräsidium
SPÖ-Parteipräsidium

Landeshauptmann Hans Niessl und Generalsekretär Norbert Darabos vor Beginn des Partei-Präsidiums.

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SPÖ-Parteipräsidium
SPÖ-Parteipräsidium

Generalsekretärin Laura Rudas vor Beginn des Partei-Präsidiums.

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SPÖ-Parteipräsidium
SPÖ-Parteipräsidium

Bundeskanzler Werner Faymann.

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SPÖ-Parteipräsidium
SPÖ-Parteipräsidium

Bildungsministerin Claudia Schmied stellt sich den Perssefragen vor Beginn des Partei-Präsidiums.

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SPÖ-Parteipräsidium

Auch Wiens Bürgermeister Michael Häupl stellt sich den Pressefragen vor Beginn des Partei-Präsidiums.

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SPÖ-Parteipräsidium

Bundeskanzler Werner Faymann und Nationalratspräsidentin Barbara Prammer vor Beginn des Partei-Präsidiums.

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Generalsekretär Norbert Darabos und Kanzler Werner Faymann.

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SPÖ-Parteipräsidium

Der steirische Landeshauptmann Franz Voves vor Beginn des Partei-Präsidiums.

11:47 Uhr: Firmenchefs gegen Steuererhöhungen
Die neue Regierung soll den Wirtschafts- und Industriestandort Österreich vorwärtsbringen und keine zusätzlichen Steuern aufbürden, wünschen sich die Firmenchefs. "Ungeachtet welche Koalition zustande kommt: Es soll schnell gehen, damit die neue Regierung rasch zu arbeiten beginnen kann", sagte der Vorstandsvorsitzende des Bergbaukonzerns RHI, Franz Struzl, zur "Presse". "Natürlich darf es keine Steuererhöhung geben."

11:32 Uhr: Faymann lobt Arbeit von Ministerin Schmied
Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) war eigenen Angaben zu Folge schon über die Rückzugspläne von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) informiert. Vor dem SPÖ-Präsidium meinte der Parteichef Montagvormittag, Schmied habe "sehr viel weitergebracht". Wie gut ihre Arbeit gewesen sei, werde man erst in einigen Jahren an den Ergebnissen der PISA-Tests ablesen können.

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(c) APA; Claudia Schmied vor Beginn einer Sitzung des SPÖ-Parteipräsidiums am Montag

11:19 Uhr: Team Stronach anaylsiert Wahl bei Parteisitzung
Am Tag nach der Wahl finden vielerorts Parteisitzungen statt. So auch beim Team Stronach. Nun heißt es das Ergebnis zu analysieren und herauszufinden, warum man schlechter abgeschnitten hat, als es die Umfragen prognostizierten haben. Ein sichtlich angeschlagener Frank Stronach kommt zur Parteisitzung in Oberwaltersdorf:
© APA/Jäger

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11:00 Uhr: Wirtschaftbosse fordern Taten statt Worte
Unter den heimischen Wirtschaftsbossen ist der Ruf nach Reformen unüberhörbar. Von der Bildungsreform über die Verwaltungsreform bis zur Senkung der Arbeitskosten reicht die Aufgabenliste der neuen Regierung. Auch der Chef des weltgrößten Ziegelkonzerns Wienerberger, Heimo Scheuch, hofft laut ORF-"Morgenjournal", dass die Regierung die Probleme endlich anpacke.

10:36 Uhr: IHS-Chef Keuschnigg mahnt Reformen ein
Nach dem gestrigen Wahlergebnis "schaut es ja so aus, als ob alles beim Alten bleibt", meint IHS-Chef Christian Keuschnigg. Aber die Wähler hätten die grundlegende Botschaft ausgesendet, dass es einen "Reformstau" gibt. "Das wird sich hoffentlich niederschlagen", sagt er und wünscht sich Reformen. Unter anderem müsse der Schuldenabbau vorangetrieben werden ("ausgabenseitig") und eine Steuerreform, welche niedrigere Einstiegssteuersätze zum Ziel hat, durchgeführt werden, so IHS-Chef Keuschnigg.

10:18 Uhr: Brezinschek erwartet Reformlernfähigkeit
Raiffeisen-Chefanalyst Peter Brezinschek geht davon aus, dass die - bisherigen - Regierungsparteien SPÖ und ÖVP für den Fall einer neuen Zweierkoalition aus ihren Wahlverlusten so viel lernen, dass sie jetzt das Ruder herumreißen und doch zu grundlegenden Reformen fähig sind.

9:52 Uhr: "Kaum Einfluss auf Börse"
Die gestrige Nationalratswahl hat nach Einschätzung von Erste-Group-Chefanalyst Friedrich Mostböck keinen wesentlichen Einfluss auf die Wiener Börse. Es habe keine großen Überraschungen gegeben, eine Große Koalition ist für ihn wahrscheinlich. Der kurzfristige Einfluss für die Wiener Börse sei daher überschaubar.

9:39 Uhr: IV-Chef sieht geringe Wahlbeteiligung als Alarmzeichen
 Die weiter gesunkene Wahlbeteiligung "sollte ein Alarmzeichen sein". Sie zeige, dass "die Menschen alle diese Parolen, von welcher Partei auch immer, satthaben". Es habe sich die Stimmung durchgesetzt, "es ist eh egal" und nichts ändere sich. "Die Leute wissen nicht mehr, wen sie wählen sollen", warnte Georg Kapsch, Präsident der Industriellenvereinigung,

9:07 Uhr: Schmied begründet Rückzug
"Ich habe in den letzten Wochen berufliche Angebote bekommen, die ich prüfen werde, auch will ich meiner Familie und meinem Freundeskreis mehr Aufmerksamkeit widmen." Mehr Informationen finden Sie hier!

8.54 Uhr: Ministerin Schmied tritt Rückzug an
Die Bildungsministerin kündigte soeben ihren Rückzug aus der Politik an. Sie wird der neuen Regierung nicht mehr angehören.

8.51 Uhr: SP und VP verlieren je ein Direktmandat in Wien
SPÖ und ÖVP haben in Wien jeweils ein Direktmandat verloren. Die Sozialdemokraten verfügen im Wahlkreis Süd-West nur mehr über eines statt bisher zwei, wobei auf dem zweiten Platz der Regionalwahlkreisliste Finanz-Staatssekretär Andreas Schieder nominiert war. Die ÖVP musste ihr Mandat im Wahlkreis Nord-West abgeben - konkret Justizsprecher Michael Ikrath.

8.07 Uhr: Österreichs Promis über die Wahl:

Diashow: Das sagen die Promis zur Wahl

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Peter Simonischek, Schauspieler
Harald Krassnitzer, »Tatort«-Star

Ich habe mir für die SPÖ mehr erwartet. Ich habe auch nicht gedacht, dass die Sozialdemokraten in der Steiermark so abstürzen. Die Ursachen muss man analysieren. Ansonsten kann man nur hoffen, dass es am Ende der Stimmenauszählung die Basis für eine gesunde Koalition gibt, sei's Rot-Schwarz oder Rot-Schwarz-Grün. Ich finde das gute Abschneiden der NEOS durchaus spannend , offensichtlich konnten sie mit relativ wenig Aufwand in urbanen Gebieten neue Wähler ansprechen. Ich empfinde die NEOS als Bereicherung der politischen Landschaft. Hinsichtlich des Teams Stronach bin ich froh, dass es nicht so weit gekommen ist, wie ursprünglich vernutet, da hat man ja schon von 10 Prozent gesprochen. Von den Grünen habe ich mir mehr erwartet, sie konnten ja von den Wunden der Großparteien "lecken". Die Stärke der FPÖ hat wie immer mit dem Potenzial an Protestwählern zu tun, die in der Wahlkabine den Großen eins auswischen.

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Peter Simonischek, Schauspieler
Zoran Barisic, Rapid-Trainer

Ich habe dieses Wahl-Ergebnis erwartet, denn es entspricht allen vorweg abgegebenen Prognosen. Die FPÖ spricht eine gewisse Klientel an und kommt vor allem bei den jungen Leuten gut an. So erkläre ich mir den Zuwachs von fast fünf Prozent.

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Peter Simonischek, Schauspieler
Steffi Graf, Olympia-Zweite 2000

Demokratiepolitisch freut mich, dass es jetzt ein breiteres politisches Spektrum gibt. Es zeigt, dass die Leute etwas anderes wollen. Auch wenn der ganz große Veränderungs-Ruck ausblieb, ergeben sich jetzt Super-Möglichkeiten. Ich hoffe, dass die neue Situation genützt wird, um etwas zu ändern, damit es nicht bei den alteingefahrenen Mustern bleibt.

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Peter Simonischek, Schauspieler
Peter Pacult, Fußball-Trainer

Es wird sich zweifellos wieder eine Große Koalition ausgehen. Dass die FPÖ allerdings so zugelegt hat, ist ein Zeichen von Unzufriedenheit. Aber dass die SPÖ wieder stärkste Partei ist, beweist auch -ihr Kurs ist richtig.

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Peter Simonischek, Schauspieler
Danielle Spera, Museumsdirektorin

Erstaunliches Abschneiden der SPÖ, hätte mir nicht gedacht, dass sie verlieren, war ein professioneller Wahlkampf. Die Einbußen der Großparteien sind ein Zeichen dafür, dass die Wähler Veränderungen wollen. Von Stronach haben sich einige mehr erwartet. Die Koalitionsparteien wurden nicht abgestraft, aber es ist ein Nachdenkprozess eingeleitet worden. Überraschend, dass die NEOS drinnen sind, weil ich denke, dass deren Wähler aus ÖVP-Richtung kommen. Bei den Grünen hätte ich mir ein besseres Abschneiden erwartet.

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Peter Simonischek, Schauspieler
Franz Wohlfahrt, Novomatic-Chef

Für die Wirtschaft ist eine stabile, von der Mehrheit getragene Regierung wichtig. Entscheidend ist, dass die Regierung -aus welchen Parteien auch immer sie sich zusammensetzt -den sozialen Frieden sicherstellt und die Rahmenbedingungen für den Wirtschaftsstandort absichert . Darauf kommt es an, und wenn das sichergestellt ist, wird unser Land weitergebracht. Als Demokrat bin ich unter diesen Voraussetzungen mit jeder Parteien-Konstellation einverstanden. Österreich steht nicht schlecht da -und das soll so bleiben!

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Peter Simonischek, Schauspieler
Werner Schneyder, Satiriker

Dass die Große Koalition reduziert werden würde, war klar. Denn die Performance war lau und mau. Der Kanzleranspruch des Herrn Strache hat sich in Nichts aufgelöst. Er wurde nicht einmal Zweiter. Die SPÖ und die ÖVP könnten fusionieren und sich Österreichische Sozial-Volkspartei nennen. Rechts gibt's ein klares Gegenspiel zum Zentrum, links müsste man das Gegenspiel über die Grünen hinaus erst erfinden. Die Tatsache, dass es Stronach noch gibt, hängt nur mit seinem Unterhaltungswert zusammen. Ob man die Neos links oder rechts vom Zentrum ansiedeln kann, wird sich herausstellen.

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Peter Simonischek, Schauspieler
Reinhold Bilgeri Popstar, Filmemacher

Der Demokratie zuliebe müssten Schwarze und Rote die Grünen jetzt mit ins Boot nehmen. Das wäre eine sicher korrekte Umsetzung des Wählerwillens.

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Peter Simonischek, Schauspieler
Toni Polster, Fußball-Legende

Ich habe eine große Koalition erwartet -das ist auch eingetreten. Dass Stronach nicht groß abräumt, war mir klar. Es fehlt ihm die Erfahrung als Politiker.

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Peter Simonischek, Schauspieler
Wolfgang Rosam, PR-Profi

So einen Wahl-Krimi habe ich seit 20 Jahren nicht erlebt -und zwar im Hinblick auf das Duell zwischen ÖVP und FPÖ. Für mich gibt's bei dieser Wahl generell zwei große Überraschungen: Zum einen, dass die Grünen sich nicht wirklich bewegt haben. Zum anderen, dass die FPÖ so stark ist. Aber Strache war der große Sieger der TV-Duelle. Er hat das meiste Kapital aus den ORF-Diskussionen geschlagen. Er hat nur angegriffen, musste nichts beweisen, das hat ihn sehr nach vorne katapultiert.

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Peter Simonischek, Schauspieler
Richard Lugner, Unternehmer, Societylöwe

Dass HC Strache so stark abgeschnitten hat, wundert mich nicht. Es zeigt, dass die Leute genug haben von Rot und Schwarz und eine Veränderung wollen. Es wurde so viel gestritten in der alten Regierung, das wollen die Menschen nicht mehr. Rot und Schwarz haben ihre Klientel nicht wirklich im Griff. Die Wähler wollen anscheinend eine andere Regierung.

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Peter Simonischek, Schauspieler
Ernst Hilger, Galerist

Deprimierend, dass ein unwählbarer Demagoge wie Strache so viele Stimmen hat. Ein Glück, dass ÖVP auf Platz 2 ist und SPÖ noch vorn.

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Peter Simonischek, Schauspieler
Oliver Voigt, ÖSTERREICH-CEO

Österreich hat durch NEOS endlich eine hoffentlich starke liberale Stimme im Parlament. Nun ist es an den vernünftigen Kräften, diese innerhalb einer Koalition auch sinnhaft für dieses Land zu nützen.

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Peter Simonischek, Schauspieler
Franz Klammer, Ski-Champion

Es war eine Protest-Wahl, und das finde ich gut. Ein Protest gegen das Establishment - die Leute suchen sich Alternativen, sie wollen nicht nur zwei Parteien. Überrascht bin ich, dass die Grünen nicht mehr gewonnen haben, denn sie hatten ein gutes Programm.

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Peter Simonischek, Schauspieler
Peter Hofbauer, Vera-Produzent

Die Große Koalition scheint mit einem blauen Auge davongekommen zu sein und sollte daraus die lehre ziehen, dass es an der Zeit ist, Zeichen der Erneuerung zu setzen.

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Peter Simonischek, Schauspieler
Franzobel, Autor

Für mich ist einerseits überraschend, aber auch positiv überraschend, dass Stronach trotz massiver Werbeausgaben eher schlecht abgeschnitten hat -das spricht für das Politverständnis der ÖsterreicherInnen. Dass die FPÖ so viele Stimmen hat, ist eher negativ überraschend. Dass sich die ÖVP und die FPÖ ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern, beunruhigt. Dass die Rechtsradikalen so stark sind, werte ich als Tendenz der Wirtschaftskrise. Der Gewinn der NEOS, die für die liberalen Wirtschaftsreibenden stehen, sehe ich als Abstrafung des BZÖ. Das Ergebnis der offenbar noch immer nicht wählbaren Grünen ist auch nicht berauschend. Faymann hat vom Kanzlerbonus profitiert. Fazit: kein Erdbeben!

17/32
Peter Simonischek, Schauspieler
Manfred Ainedter, Promi-Anwalt

Für die Großparteien ist das Ergebnis wenig berauschend. Die Politikverdrossenheit ist groß. Positiv überraschend ist für mich, dass die NEOS klar drinnen sind und dass Stronach viele Stimmen

18/32
Peter Simonischek, Schauspieler
Peter Stöger, Trainer von FC Köln

Der politische Trend wurde mit dieser Wahl nur fortgesetzt -es gibt keine klassischen Großparteien mehr. Mit dem Zugewinn und der Stärke der FPÖ habe ich allerdings nicht gerechnet.

19/32
Peter Simonischek, Schauspieler
Marika Lichter, Entertainerin

Ich freue mich, dass es die NEOS so gut geschafft hat. Gleichzeitig muss ich mir gut überlegen in einem Land zu leben, wo jeder Fünfte die FPÖ wählt -ich bin froh, dass ich bald wieder nach München fahre. Die Großparteien haben viel zu lange übersehen, dass in dem Land etwas getan werden muss, vor allem für die jungen Wähler. ÖVP und FPÖ Kopf an Kopf -ich bin empört.

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Peter Simonischek, Schauspieler
Edi Finger jr., Veranstalter

Der Ausgang ist für mich eigentlich keine Überraschung. Die Blauen schneiden bei den Umfragen immer schlecht ab und punkten bei der Wahl. Die Große Koalition hat geringe Verluste zu verzeichnen. Stronach hätte mehr punkten können. Der Aufwind der Grünen ist ausgeblieben. Ich glaube, die NEOS haben den Grünen sehr geschadet. Es gibt kein gutes und schlechtes Wahlergebnis, die BürgerInnen entscheiden. Das Ergebnis ist kein Umsturz. Überraschend ist die unheimliche Stärke der Blauen & Straches - ein sensationelles Ergebnis.

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Peter Simonischek, Schauspieler
Rudi Dolezal, Filmemacher

Dass ein zum Teil mit unappetitlichen ausländerfeindlichen Vorurteilen agierender HC Strache so viele Prozent bekommt, ist für mich persönlich traurig und ein Armutszeugnis unserer Republik. Dass ein verhaltensauffälliger Senior sich mit Millionen Parlamentarier und den Einzug ins Parlament kaufen kann, ist lächerlich. Ich finde es gut, dass er auf ein Minimum reduziert wurde, weil nichts an diesem Team Stronach für einen anständigen, politisch korrekt denkenden Menschen auch nur überlegenswert ist. Dass Bucher aus dem Parlament fliegt, finde ich wohltuend, denn an den Sauereien seines BZÖ-Parteigründers Haider werden noch meine beiden Buben zahlen - Stichwort Hypo-Alpe-Adria-Skandal. Ein weiteres Fazit dieser Wahl: Die Grünen und die Neos sollte man ernst nehmen. Sie sollten sich wechselseitig befruchten mit dem jungen Geist dieser Parteien.

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Peter Simonischek, Schauspieler
Alfons Haider, Entertainer

Das war ein Signal aus der Steiermark! Die wollen nicht wie's jetzt ist. Das war aber auch ein Signal, dass der Kanzler vorne ist, er hat einen Regierungsauftrag. Ich würde mir wünschen, dass SPÖ und ÖVP die Neos in eine Koalition nehmen. Diese Dreiergruppierung könnte vieles aufbrechen und vieles verändern. Man sollte künftig nicht mehr Politik machen, indem man seinen nackten Oberkörper zeigt und Discobesuche absolviert. Vom Abschneiden der Grünen bin enttäuscht. Da wäre viel mehr drinnen gewesen.

23/32
Peter Simonischek, Schauspieler
Amina Dagi, Ex-Miss Austria

Den Wahlausgang habe ich mir ungefähr so vorgestellt. Dass die NEOS rund so gut abschneiden, hätte ich mir allerdings nicht gedacht. Als neue, noch eher unbekannte Partei mit frischen Ideen so voranzukommen, finde ich persönlich besonders sehr respektabel. Dass die SPÖ und die ÖVP verloren haben, hätte ich den beiden Großparteien nicht gewünscht. Vor allem der ÖVP nicht! Besonders Sebastian Kurz wünsche ich in Zukunft Top-Resultate. Dass die SPÖ an der Spitze bleibt, war mir klar.

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Peter Simonischek, Schauspieler
Reinhard Nowak, Comedian

Ein Albtraumszenario wäre es es, sollte sich Schwarz-Blau durchsetzen. Eine Dreierkoalition aus Rot, Schwarz und Grün wäre für mich das erfreulichste Ergebnis von Koalitionsverhandlungen. Der Erfolg der FPÖ beweist, dass die Menschen nichts dazulernen. Dass die Grünen dazugewonnen haben -wenn auch nicht im erwarteten Umfang -, finde ich gut. Die Grünen sind die Partei, bei der keine Korruption ans Tageslicht gekommen ist. Beiden anderen hat es das alles schon gegeben.

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Peter Simonischek, Schauspieler
Klaus Schierhackl, Asfinag Vorstand

Wählen ist ungeheuer wichtig -schade, dass so wenige Leute überhaupt zur Wahl gehen. Denn nicht zu wählen ist keine klare Aussage. Nun gilt es zur Kenntnis zu nehmen, was die Wähler wollen -und unsere Politiker werden das Ergebnis sicherlich ernst nehmen.

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Peter Simonischek, Schauspieler
Bernhard Felderer, Wirtschafts-Experte

Die Unzufriedenheit mit der Regierung kommt klar zum Ausdruck. Deshalb haben beide Großparteien verloren. SPÖ und ÖVP haben aber auch nicht alles falsch gemacht. Sie wissen selber, dass das reformtempo schneller werden muss.

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Peter Simonischek, Schauspieler
Leo Aberer, Popstar

Es ist wichtig, dass die neuen Parteien NEOS und Team Stronach - in Österreich Einzug hielten. Das Angebot war vor allem interessant für die jungen und Erstwähler. So konnten sie den Wahlkampf ganz persönlich miterleben. Viele haben die Fernseh-Duelle verfolgt und sich danach entschieden. Ich persönlich finde, dass jeder Partei ihre Daseinsberechtigung hat.

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Peter Simonischek, Schauspieler
Hans Mahr, Medien-Experte

Diese Wahl war eine Warnung an SPÖ &ÖVP: Wenn es in den nächsten fünf Jahren keine Änderungen gibt, ist diese mögliche Koalition Geschichte.

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Peter Simonischek, Schauspieler
Wolfgang Ambros, Austropop-Legende

Dieses Wahlergebnis -ich habe mir nichts anderes erwartet. Es wird sich weisen, ob das positiv oder negativ ist. Und jetzt seid so gut, und lasst's mich in Ruh'.

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Peter Simonischek, Schauspieler
Jeannine Schiller, Charity-Lady

Ich bin überrascht, dass die NEOS reingekommen sind und noch mehr überrascht, dass die FPÖ so zugelegt hat. Ich denke, es wird aber, es wird sich bei der Regierung nicht allzu viel verändern.

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Peter Simonischek, Schauspieler
Claus Raidl, Nationalbank-Präsident

Das Ergebnis ist ein scharfer Warnschuss für die Regierung, alles in allem ein riesiger Denkzettel. Erfreulich ist aber, dass der Europa-Gedanke die Mehrheit im Parlament hat. Das halte ich für extrem wichtig. Zur ÖVP ist zu sagen, dass sie in den Augen der Wähler eindeutig an Wirtschaftskompetenz und Liberalität verloren hat -das zeigt sich im starken Ergebnis der Neos. Das ist ein schwerer Schlag für die ÖVP, ein enormer Denkzettel. Es wird wahrscheinlich wieder auf eine große Koalition hinauslaufen, aber mit einer gestärkten Opposition. Dadurch wird der Reformdruck auf die Regierung steigen. Das wiederum ist gut -denn Reformen braucht Österreich ganz dringend.

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Peter Simonischek, Schauspieler
Peter Simonischek, Schauspieler

Wenn sie wieder 5 Jahre Zeit haben, werden SPÖ und ÖVP vielleicht doch etwas auf die Reihe bekommen -Stichwort Bildungsreform oder Visionen für Europa.

7:30 Uhr: So feierte die FPÖ
Ausgelassen war heute Nacht die Stimmung bei den Freiheitlichen. Der Abstand zu SPÖ und ÖVP wurde deutlich verkleinert.

Diashow: Wahlparty der FPÖ in Wien

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Wahlparty der FPÖ
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Wahlparty der FPÖ
Wahlparty der FPÖ

6.45 Uhr: Vier Kandidaten mit Migrationshintergrund
Der Nationalrat wird künftig vermutlich vier Abgeordnete mit Migrationshintergrund haben, ein neuer Rekordwert. Neben der schon als Mandatarin tätigen Grünen Alev Korun mit Herkunft Türkei schaffte es in ihrer Fraktion auch die kurdisch-stämmige Aygül Berivan Aslan, da die Grünen in Tirol ein zweites Mandat eroberten. Ebenfalls durch sein dürften der aus Marokko stammende Salzburger JVP-Chef Asdin El Habbassi sowie in Wien eine weitere türkisch-stämmige Kandidatin, Nurten Yilmaz für die SPÖ.

6.10 Uhr: Poker um die neue Koalition
VP-Vizekanzler Michael Spindelegger hat SPÖ-Kanzler Werner Faymann noch am Wahlabend angerufen. Die Botschaft des VP-Chef war eindeutig: So wie bisher könnte die große Koalition nicht weitermachen. Welche Varianten den Parteien offen stehen erfahren Sie hier >>>

04.53 Uhr: Bei Frank Stronachs Wahlparty war die Stimmung getrübt. Nach den großartigen Umfrageergebnissen von knappen 15 Prozent landete man bei der Wahl nur noch knapp vor den NEOS - trotzdem versucht Team Stronach dieses Ergebnis noch als Sieg zu verkaufen.

04.21 Uhr: Die NEOS feierten ihre Wahlsensation gebührend. Spitzenkandidat Matthias Strolz: "Ein Jahrhundertprojekt ist uns damit gelungen." Einziger Wermutstropfen - Zugpferd Hans Peter Haselsteiner fehlte auf der wilden Party.

03.27 Uhr: Das Wahlergebnis trübt die Stimmung in der Rot-Schwarzen Koalition. Kanzler Faymann kann zwar für die SPÖ wieder den ersten Platz einfahren, doch wirklich jubeln tut ein anderer: HC Straches FPÖ schafft über 21 Prozent der Stimmen und liegt damit nur noch wenige Prozentpunkte hinter der ÖVP.

02.55 Uhr: In der ÖVP stehen die Zeichen auf Umbruch: Viele Partei-Granden wünschen sich einen Neustart und rütteln an der Rot-Schwarzen Koalition. Einzig der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll äußert sich entschieden gegen eine Regierungskoalition mit der FPÖ.

02.33 Uhr: Ausländische Pressestimmen II
Auch der Mannheimer Morgen bescheinigt unserem Land nach diesem Wahlergebnis eine doch triste Zukunft: "'Mit sicherer Hand durch stürmische Zeiten': Der zentrale Wahlslogan der SPÖ traf den Nerv. Aber, ob die Österreicher die Kontinuität, die sie gewählt haben, auch bekommen? Wahrscheinlich gibt es wieder eine Große Koalition. Sie hat das Land die längste Zeit nach dem Krieg regiert, nicht schlecht, aber doch mit der Konsequenz, dass wirkliche Alternativen ausgeschlossen sind. In Zeiten der Krise ist das eine Krise für sich. Besserung ist nicht in Sicht."

02.08 Uhr: Ausländische Pressestimmen
Die Nürnberger Zeitung schreibt in ihrer Montag-Ausgabe: "Die Große Koalition hat die Chance bekommen, in den nächsten fünf Jahren das zu erledigen, was längst hätte erledigt werden müssen: Eine Bildungsreform und eine Verwaltungsreform stehen ganz oben auf der Agenda. Auch wird man den österreichischen Rentnern jetzt reinen Wein einschenken müssen."

00.45 Uhr: SPÖ: "Hauptsache Erster"
Im SPÖ-Festzelt in der Wiener Löwelstraße war am Wahlabend eine Mischung aus Ernüchterung über den historischen Tiefststand bei einer Nationalratswahl und einem erleichterten "Hauptsache Erster" zu spüren. Als SPÖ-Vorsitzender Werner Faymann nach dem "Zeit im Bild"-Live Einstieg aus dem Parlament zu seinen Anhängern zurückkehrte, brandete Jubel auf. Nach wenigen Minuten bahnte er sich dann wieder den Weg durch die Menge zum Ausgang, posierte mit Anhängern für Handy-Fotos, schüttelte unzählige Hände und herzte Kinder. Der Kanzler wolle voraussichtlich "im kleinen Kreis feiern", sagte sein Sprecher.

00.00 Uhr: Grüne mit leichtem Plus
Eva Glawischnig schaffte in ihrer ersten Wahl als Spitzenkandidatin immerhin das beste Nationalrats-Ergebnis seit der Parteigründung. Ihre beiden Wahlziele - 15 Prozent plus und FPÖ überholen - verfehlte sie allerdings klar. Die FPÖ bei Nationalratswahlen zu überholen, ist den Grünen allerdings - anders als heuer - schon einmal gelungen, nämlich 2006, unter dem vorigen Parteichef Alexander Van der Bellen.

So lief der Wahltag. Der oe24-Liveticker zum Nachlesen!

Diashow: Die Spitzenkandidaten im Parlament

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Die Spitzenkandidaten im Parlament
Die Spitzenkandidaten im Parlament

Frank Stronach (Team Stronach)

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Die Spitzenkandidaten im Parlament
Die Spitzenkandidaten im Parlament

Eva Glawischnig (Grüne), Frank Stronach (Team Stronach) und Matthias Strolz (NEOS)

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Die Spitzenkandidaten im Parlament
Die Spitzenkandidaten im Parlament

Michael Spindelegger (ÖVP), Heinz-Christian Strache (FPÖ)

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Die Spitzenkandidaten im Parlament
Die Spitzenkandidaten im Parlament

Werner Faymann (SPÖ), Michael Spindelegger (ÖVP), Heinz-Christian Strache (FPÖ)

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Die Spitzenkandidaten im Parlament
Die Spitzenkandidaten im Parlament

Werner Faymann (SPÖ), Michael Spindelegger (ÖVP)

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Die Spitzenkandidaten im Parlament
Die Spitzenkandidaten im Parlament

Werner Faymann (SPÖ), Michael Spindelegger (ÖVP)

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Die Spitzenkandidaten im Parlament
Die Spitzenkandidaten im Parlament

Werner Faymann (SPÖ), Matthias Strolz (NEOS)

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Die Spitzenkandidaten im Parlament
Die Spitzenkandidaten im Parlament

Heinz-Christian Strache (FPÖ), Frank Stronach (Team Stronach)

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Die Spitzenkandidaten im Parlament
Die Spitzenkandidaten im Parlament

Frank Stronach (Team Stronach)

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