Tödliche Fluten

Wieder Tote nach Unwetter

Wieder starb ein Mensch nach einem heftigen Unwetter: Fluten rissen den Suzuki einer Niederösterreicherin einfach weg, sie hatte keine Chance.

Nach der Hitze kam die Sintflut : Auch am Montag hielten heftige Gewitterzellen wieder halb Österreich in Atem. Der Hintergrund: Von Norden her zog eine Kaltfront ins Land, traf hier auf schwülwarme Luft und entlud sich in teils heftigen Gewittern. Besonders betroffen: Oberösterreich, Niederösterreich, das Burgenland und die Steiermark. Hier forderte das Wetter auch sein nächstes Todesopfer: Eine Frau starb – in ihrem vom Wasser mitgerissenen Auto.

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Montag, 13 Uhr, Friedberg (Bezirk Hartberg): In der Oststeiermark setzen heftige Gewitter ein. Die nächstgelegene Wetterstation in Bad Tatzmannsdorf (Burgenland) verzeichnet zu Mittag 25 Liter Niederschläge pro Quadratmeter. In Minuten verwandelt sich der Pinkabach in einen reißenden Fluss.

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Fluten rissen Autos bis zu drei Kilometer weit mit
20 geparkte Fahrzeuge auf einem Park&Ride-Platz in der Nähe der Autobahnauffahrt auf die Südautobahn (A2) und auf einem Renault-Händler halten den Wassermassen nicht mehr stand. Im Minutentakt werden sie von ihren Stellplätzen geschwemmt – die Einsatzkräfte finden sie später in bis zu drei Kilometer Entfernung.

Trotz des heftigen Unwetters ist gerade jetzt auch eine 52-jährige Niederösterreicherin in ihrem grauen Suzuki Samurai auf der B63, der Steinamangerer Straße, in Richtung Pinggau unterwegs. Doch die Frau aus Wiener Neustadt kann dieser Sintflut nicht trotzen: Auch ihr SUV wird weggespült, Äste durchschlagen die Windschutzscheibe.

Erst als der Wagen nach 200 Metern frontal mit einem Baum kollidiert, kommt er zum Stehen, aber: Immer schneller läuft er mit Wasser voll. Für die 52-Jährige ist es da schon zu spät: In ihrem Auto sitzend stirbt sie kurz nach dem Aufprall. Die eintreffenden Sanitäter können nur mehr ihren Tod feststellen. „Sie hatte keine Chance, es war eine Jahrhundertflut – so etwas hat es hier noch nie gegeben“, erklärt Alois Rechberger von der Polizei Friedberg.

Aber auch im restlichen Land waren die Einsatzkräfte im Dauereinsatz: In Zöbern (Niederösterreich) verursachte der über die Ufer getretene Zöbernbach massive Überschwemmungen, im burgenländischen Pinkafeld (Bezirk Oberwart) kämpfte das Bundesheer mit Sandsäcken gegen die Fluten.

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