Stadt zieht Bilanz

Deutliche Verbesserung: Alkoholverbot am Franz-Jonas-Platz wird verlängert

Ein Jahr nach seiner Einführung bleibt das Alkoholverbot am Franz-Jonas-Platz aufrecht. Die Stadt Wien zieht eine positive Bilanz und sieht keinen Grund für Änderungen. Die Aufenthaltsqualität habe sich deutlich verbessert, es gibt kaum noch Beschwerden und strafbare Handlungen.

Knapp ein Jahr ist vergangen, seit am Franz-Jonas-Platz in Floridsdorf kein Alkohol mehr im öffentlichen Raum getrunken werden darf. Die Maßnahme sorgte zunächst für Diskussionen, doch heute zeigt sich eine spürbare Veränderung. Der Platz wirkt ruhiger, sauberer und sicherer.

Bezirksvorsteher Georg Papai und Bürgermeister Michael Ludwig bei der Station Floridsdorf.

Bezirksvorsteher Georg Papai und Bürgermeister Michael Ludwig bei der Station Floridsdorf.

© Stadt Wien / Christian Jobst

Maßnahme zeigt Wirkung

Die Stadt Wien und der Bezirk Floridsdorf ziehen nun eine erste Bilanz. Beschwerden seien selten geworden, Anzeigen kaum mehr notwendig. "Das Alkoholverbot hat zu einer deutlichen Verbesserung der Aufenthaltsqualität und einem erhöhten Sicherheitsgefühl geführt", sagte Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ).

Auch der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) steht klar hinter dem Vorgehen. "Die Wiener Hausordnung gilt für alle und ist die Grundlage für das gute Zusammenleben in unserer Stadt", erklärte Ludwig. Wer Regeln missachtet, müsse mit Konsequenzen rechnen. Einzelne dürften nicht das Leben vieler beeinträchtigen.

Alkoholverbot bleibt

Die politischen Verantwortlichen haben sich klar festgelegt. Das zunächst auf ein Jahr beschränkte Alkoholverbot wird beibehalten. Der öffentliche Konsum von Alkohol rund um den Bahnhof Floridsdorf bleibt untersagt. Betroffen sind neben dem Franz-Jonas-Platz auch Teile der Schloßhofer Straße, der Rechten Nordbahngasse, der Franklinstraße und der Pius-Parsch-Platz. Lokale, Imbissstände und Marktbereiche sind ausgenommen.

Informationstafeln machen auf das Verbot aufmerksam. Polizei und das städtische Einsatzteam kontrollieren regelmäßig. Unterstützt werden sie von Sozialarbeiterinnen, die vor Ort im Einsatz sind.

Erfolge durch Kontrolle und Konsequenz

In den ersten Wochen mussten mehrere Abmahnungen ausgesprochen werden. Heute sind Verstöße selten. "Zahlreiche Rückmeldungen der Floridsdorferinnen und Floridsdorfer bestätigen meine eigene Beobachtung", sagte Papai.

Für Bürgermeister Ludwig steht fest, dass Sicherheit nur mit klaren Regeln funktioniert. "Die Wienerinnen und Wiener können sich auch in Zukunft darauf verlassen, dass wir entschieden einschreiten, wenn es notwendig ist", sagte er. Zusammenleben funktioniere nur mit gegenseitigem Respekt und Rücksichtnahme.

Floridsdorf reiht sich ein

Floridsdorf ist nicht der erste Ort mit einer solchen Regelung. Am Praterstern gilt bereits seit 2018 ein Alkoholverbot, seit 2019 zusätzlich ein Waffenverbot. Ähnliche Maßnahmen wurden auch in Favoriten umgesetzt, wo am Keplerplatz und Reumannplatz durch erhöhte Polizeipräsenz, Videoüberwachung und regelmäßige Kontrollen sowie die Einrichtung einer Waffenverbotszone die öffentliche Sicherheit merklich verbessert werden konnte.

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