Der ÖSV sucht beim Lauberhorn-Klassiker in Wengen das Ende einer langen Podest-Flaute in der Abfahrt. Seit 699 Tagen stand kein Österreicher mehr auf dem Podest. Vincent Kriechmayr soll die Durststrecke beenden.
Der ÖSV startet am Samstag (12:30 Uhr/llive ORF 1 & Sport4-Liveticker) mit der Lauberhorn-Abfahrt in das zweite Saisondrittel. Es sind 699 Tage vergangen, seit Vincent Kriechmayr in Kvitfjell den letzten Podestplatz für Österreich erkämpfte. In diesem Winter verpasste er als Fünfter in Beaver Creek das Siegerfoto nur um 18 Hundertstel. In Gröden blieben die Österreicher sogar ohne Top-Ten-Resultat.
Kriechmayr als österreichische Hoffnung
ÖSV-Männer-Cheftrainer Marko Pfeifer setzt auf seinen Topfahrer: "Vinc ist unser Aushängeschild und wird hoffentlich um das Podium mitrittern." Der Oberösterreicher selbst schwärmt von der Strecke: "Eiger, Mönch und Jungfrau lachen einen an. Es ist ein Riesenprivileg, da zu fahren." Sportlich brauche er aber noch "mehr Überzeugung" für die absolute Spitze.
Odermatt als klarer Favorit
Der Schweizer Marco Odermatt geht als Topfavorit ins Rennen. Drei seiner sechs Weltcup-Abfahrtssiege feierte er in Wengen, zuletzt im Vorjahr. In dieser Saison gewann er bereits in Beaver Creek und Gröden. Pfeifer sieht größere Chancen für seine Mannschaft erst nächste Woche: "Unsere Abfahrtsergebnisse sind einfach besser, wenn es mehr talwärts geht - Kitzbühel, hoffentlich auch Bormio heuer."
Bessere Aussichten im Super-G
Im Super-G am Freitag (12.30 Uhr/live ORF 1 & Sport24-Liveticker) rechnet Pfeifer mit stärkerer österreichischer Gegenwehr. Kriechmayr siegte in Beaver Creek und wurde Zweiter in Copper Mountain, Raphael Haaser war zweimal Dritter. Marco Schwarz, Sieger in Livigno, fehlt in Wengen jedoch wegen eines Magen-Darm-Virus.
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Vier Österreicher im Training stark
Im Abschlusstraining am Donnerstag platzierten sich vier ÖSV-Läufer in den Top Ten: Raphael Haaser als Vierter (+1,47 Sekunden), Stefan Babinsky als Sechster (+2,10), Manuel Traninger als Neunter (+2,35) und Daniel Hemetsberger als Achter (+2,23). Kriechmayr wurde Zwölfter (+2,46). Trainingsschnellster war erneut der Italiener Giovanni Franzoni.