Dreikampf um Grünen-Spitze

Wer folgt auf Vassilakou?

Dreikampf um Grünen-Spitze

Grüne Sozialsprecherin geht neben Ellensohn und Kraus als Dritte in den Wahlkampf.

Kurz vor Ende der Bewerbungsfrist am Dienstag bekamen Peter Kraus und David Ellensohn beim Rennen um die Nachfolge Vassilakous noch weibliche Konkurrenz: Auch Sozialsprecherin Birgit Hebein bewirbt sich um den ersten grünen Listenplatz für die kommende Gemeinderatswahl. Inhaltlich will die diplomierte Sozialarbeiterin einen Schwerpunkt auf die soziale Sicherheit legen.
 

Hebein will Koalition mit SPÖ fortführen

Hebein ist seit 2010 Gemeinderätin der Grünen und für die Bereiche Soziales und Sicherheit zuständig. "Wenn wir die soziale Frage eskalieren lassen und keine Lösungen auf den Tisch legen, dann dürfen wir uns über das, was in Chemnitz passiert ist, nicht wundern. Das will ich für Wien nicht." Die Koalition mit der SPÖ will Hebein fortführen. "Ich kann mit Herrn Bürgermeister Ludwig", sagte sie. "Wir haben noch Koalitionsvereinbarungen, die wir umsetzen müssen." Gleichzeitig sei sie überzeugt davon, dass es notwendig sei, sich als Grüne klarer zu positionieren.
 
Die Bewerbungsfrist endete um Mitternacht. Tatsächlich zur Wahl stehen dann jene Kandidaten, die ausreichend Unterstützungserklärungen von registrierten Wählern bzw. Parteimitgliedern erhalten. Anschließend wird es Verhandlungen und Diskussionen geben - die Abstimmung erfolgt brieflich im November.
 

Vassilakou will fairen Wahl-Kampf

Wiens Vizebürgermeisterin äußerte sich im Interview mit ÖSTERREICH über die Kandidaten, die ihre Nachfolge antreten wollen. Der interne Wahlkampf soll aber keine Selbstzerfleischung hervorbringen. "Wo gibt's denn das sonst noch, dass so gut wie alle Wiener den Spitzenkandidaten einer politischen Bewegung bestimmen können? Das ist besser, als wenn die Chefin die Nachfolge selber wählt", stellte die 49-Jährige fest. 

Für die Vizebürgermeisterin selbst war der Rücktritt ein schwieriger, aber notwendiger Schritt. "Meine Entscheidung ist ein wohlüberlegter Schritt, den ich mir nicht leicht gemacht habe. Ich werde 50 Jahre alt und frage mich: Was willst du noch im eigenen Leben gestalten? Ich will mir jetzt Räume der Erneuerung schaffen.", so Vassilakou.