Bodenmarkierungen

Fahrschein-Pflicht: Wiener Linien ziehen klare Grenzen in 12 Stationen

Was am Westbahnhof als Pilotprojekt gestartet hat, wird jetzt in zwölf Öffi-Stationen ausgerollt. Großflächige Bodenmarkierungen sorgen dafür, dass alle Fahrgäste genau wissen, wo sie ein gültiges Öffi-Ticket brauchen.

Die Wiener Linien weiten ein Pilotprojekt gegen "unabsichtliches Schwarzfahren" auf elf weitere große Öffi-Knotenpunkte im Stadtnetz aus. Nach einem zweiwöchigen Testlauf am Westbahnhof (U3/U6) kommen nun auch dort auffällige Markierungen am Boden zum Einsatz. Diese Folien zeigen jedem Fahrgast ganz genau an, ab wann ein gültiger Fahrschein für den weiteren Weg vorhanden sein muss.

Klare Grenzen an wichtigen Knotenpunkten

Angebracht werden die Bodenmarkierungen mit der Aufschrift "Ticket Zone" an Orten an, die oft als unterirdische Abkürzung genutzt werden oder viele Touristen anlocken. Die erste Station, an der die Ticket Zone-Aufkleber langfristig am Boden angebracht wurden, ist der Hauptbahnhof. In den kommenden Wochen folgen Praterstern (U1/U2), Schwedenplatz (U1/U4), Karlsplatz (U1/U2/U4), Schottenring (U2/U4), Volkstheater (U2/U3), Landstraße (U3/U4), Westbahnhof (U3/U6), Hütteldorf (U4), Spittelau (U4/U6), Handelskai (U6) sowie Meidling (U6).

Fahrschein-Pflicht: Wiener Linien ziehen klare Grenzen in 12 Stationen
© Wiener Linien/ Maximilian Döringer

Positive Bilanz nach Pilotphase

Bei einer Befragung gaben über 98 Prozent der Kontrollorinnen und Kontrollore an, dass die Kennzeichnung ihre Arbeit im Alltag wesentlich erleichtert. Die Markierung hilft uns dabei, den Fahrgästen die Grenze des Bereichs für die Ticket-Pflicht klar aufzuzeigen, sagt ein Mitarbeiter der Wiener Linien. Da der Begriff auf Deutsch und Englisch funktioniert, verstehen auch Gäste aus dem Ausland die Regelung sofort. Neben den Folien am Boden kommen zusätzliche Hinweise auf Augenhöhe bei den Ticket-Automaten, Entwertern und überkopf im Leitsystem zum Einsatz.

3,5 Millionen Kontrollen im Vorjahr

Rund 100 Kontrolleure sind für die Wiener Linien jeden Tag meist in ziviler Kleidung unterwegs, um die Fahrscheine der Fahrgäste zu prüfen. Im vergangenen Jahr wurden im gesamten Netz etwa 3,5 Millionen Menschen kontrolliert. Die Bilanz zeigt, dass die Wiener mit einer Quote von 96,6 Prozent an gültigen Fahrscheinen sehr ehrlich unterwegs sind. Nur rund 3,4 Prozent der kontrollierten Personen hatten kein oder ein falsches Ticket bei sich, was oft auch an Unklarheiten über den Beginn der Ticket-Zone lag.

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