Der 57A wird grün. Schon in Kürze übernehmen zehn hochmoderne Mercedes e-Citaro den Betrieb auf der Strecke zwischen Rudolfsheim und dem Stadtzentrum und ersetzen damit die herkömmlichen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.
Ab dem 20. April weht ein frischer Wind durch die Gassen und Straßen zwischen Rudolfsheim und der Inneren Stadt. Zehn nagelneue und vollkommen batteriebetriebene E-Busse übernehmen die Route des 57A und machen endgültig Schluss mit dem herkömmlichen Dieselantrieb. "Mit dieser Linie haben wir bereits ein Viertel unserer gesamten Buslinien auf emissionslose Antriebe umgestellt“, hält Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) fest.
Günther Zant (Wiener Linien Mitarbeiter), Gudrun Senk (techn. Geschäftsführerin Wiener Linien), Andreas Schwarz (Wiener Linien Mitarbeiter) und Monika Unterholzner (stv. Generaldirektorin Wiener Stadtwerke).
Volle Power in nur zehn Minuten
Damit den neuen Fahrzeugen vom Typ Mercedes e-Citaro auf dem Weg in die City nicht der Saft ausgeht, wurde an der Endhaltestelle in der Anschützgasse ordentlich in die Technik investiert. Dort stehen zwei Schnellladestationen bereit, welche die Akkus nach jeder absolvierten Runde in kürzester Zeit wieder fit für die nächste Fahrt machen. Über Nacht finden die Busse dann in der nahegelegenen Remise Rudolfsheim ihren Platz, wo sie an speziellen Stationen in aller Ruhe voll aufgeladen werden.
"Mit leistungsstarken 300-kW-Schnellladestationen an der Endhaltestelle sowie einer modernen Ladeinfrastruktur in der Remise Rudolfsheim schaffen wir die technischen Voraussetzungen für einen robusten, emissionsfreien Betrieb mit genug Power für den ganzen Tag“, erklärt Gudrun Senk, die Geschäftsführerin der WIener Linien für den technischen Bereich.
Flüsterleise durch die Bezirksgrätzl
Besonders für die Bewohnerinnen und Bewohner entlang der Strecke ist die Umstellung ein echter Segen, da die neuen Motoren im Vergleich zu den alten Modellen fast lautlos durch die Straßen gleiten. Bezirksvorsteher Dietmar Baurecht (SPÖ) sieht darin einen wesentlichen Vorteil für seinen Bezirk und die Verbindung zwischen der Äußeren Mariahilfer Straße und der Linken Wienzeile. "Mit den neuen batteriebetriebenen E-Bussen setzen die Wiener Linien im 15. Bezirk einen weiteren wichtigen Schritt hin zu umweltfreundlichen öffentlichen Verkehrsmitteln. Ich freue mich auf meine erste Fahrt am 20. April“, betont Baurecht.
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Auch in Mariahilf ist die Freude über die sanfte Mobilität groß. "Die Linie 57A wird auf elektrische Busse umgestellt. Das ist gut für die Umwelt und reduziert die Lärmemissionen hörbar", stellt Bezirksvorsteherin Julia Lessacher (SPÖ) fest. Sie ergänzt zudem, dass man laufend an einer noch besseren Verteilung der Haltestellen arbeite, um den Komfort für die Fahrgäste im Grätzl weiter zu erhöhen.
Verlängerung bis zum Karlsplatz geplant
Der Blick der Stadtplaner reicht allerdings schon viel weiter in die Zukunft, denn die Elektrifizierung ist nur der erste Teil einer größeren Qualitätsoffensive für die Innere Stadt. Bezirksvorsteher Markus Figl (ÖVP) kündigt eine deutliche Ausweitung des Angebots für die kommenden Jahre an, die den 1. Bezirk noch besser erreichbar machen soll. "Ab 2027 wird die Linie 57A bis zum Karlsplatz verlängert, ein wichtiger Schritt für eine leise, umweltfreundliche Verbindung ins Stadtzentrum", verrät Figl. Zusätzlich soll das Netz der Citybusse bereits ab dem heurigen Herbst weiter verstärkt werden, damit die Wege im Herzen Wiens für alle Bewohner und Pendler noch kürzer werden.