Gasexplosion Wien Wieden

Gasexplosion in Wien

Schock-Bilder zeigen Ausmaß der Zerstörung

Eine Gasexplosion führte teilweise zum Einsturz von mindestens einem Wohnhaus.

Eine katastrophale Explosion - wahrscheinlich eine Gasexplosion - in der Preßgasse in Wien-Wieden hat am Mittwochnachmittag vier Schwerverletzte und zahlreiche weitere Verletzte gefordert. Das Unglück ereignete sich gegen 16.35 Uhr. Die Polizei sperrte das betroffene Gebiet um die Margaretenstraße großräumig ab.

Aus dem von der Explosion direkt betroffenen Wohnhaus Ecke Preßgasse/Schäffergasse wurden zehn bis 15 Menschen geborgen, erklärte ein Sprecher der Wiener Berufsfeuerwehr. Das Haus sei einsturzgefährdet. Das nächste Nachbarhaus sei es offenbar nicht.

Die Explosion dürfte sich zwischen dem zweiten und vierten Stock ereignet haben, hieß es an Ort und Stelle gegenüber der APA. 22 Wohnungen, in denen 42 Personen gemeldet sind, wurden in Mitleidenschaft gezogen.

Hunde haben angeschlagen: Zwei Verschüttete vermutet

Der Katastrophenhilfsdienst des Wiener Landesfeuerwehrverbandes ist indessen mit der Rettungshundestaffel und einer Schallortungsgruppe angerückt, um im betroffenen Gebäude nach etwaigen Verschütteten zu suchen. Nach kurzer Zeit schlugen die Hunde bereits an. Wie Feuerwehrsprecher Christian Feiler im ORF_Interview erklärte, werden mindestens zwei Verschüttete unter dem Schuttkegel vor dem Haus vermutet. "Wir hören Kratzgeräusche", so Feiler. Dies lässt zumindest darauf hoffen, dass die Betroffenen leben.

© APA
Gasexplosion Wien
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12 Verletzte - zwei davon schwer

"Es gab vier Schwerverletzte und mehrere Leichtverletzte. Zwei Personen kamen in den Schockraum", sagte ein Sprecher der Wiener Berufsrettung nach 17.00 Uhr gegenüber der APA. Jeweils ein Schwerverletzter wurden laut KAV im AKH und im UKH Meidling behandelt. Wenig später wurde die Zahl der Schwerverletzten von der Polizei aber nach unten korrigiert. Mittlerweile ist von zwei Schwerverletzten die Rede und zehn Leichtverletzten.

 

Über 100 Feuerwehrleute im Einsatz

"Wir von der Feuerwehr sind mit Fahrzeugen und mehr als hundert Mann Einsatz", ergänzte ein Sprecher der Wiener Feuerwehr. Die Explosion hatte die Region um die Preßgasse/Margaretenstraße erschüttert. Sie war noch in einer Entfernung von mehreren hundert Metern spürbar. "Es waren zwei Häuser betroffen. Dort sind mehrere Stockwerke eingestürzt", sagte ein Sprecher der Wiener Polizei.

© Viyana Manset Haber
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Evakuierungen

Die in Mitleidenschaft gezogenen Häuser bildeten einen Anblick des Schreckes. Nach außen war am primär betroffenen Gebäude ein riesiges Loch zur Straßenseite entstanden. Dieses wurde evakuiert. Auch in der Nachbarschaft traten Schäden durch Glasbruch und an den Außenfassaden auf.

Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte standen bereits unmittelbar nach der Explosion im Einsatz. Die Rettung versorgte mit einem Katastrophenzug die Verletzten.

Die Polizei sperrte das Gebiet großflächig ab. Die unmittelbare Umgebung war übersät von Glasscherben zu Brüche gegangener Fenster. Nach einer ersten Übersicht begannen die Einsatzkräfte die Häuser nach eventuell noch in ihnen befindlichen Personen zu durchsuchen.

© APA
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Zumindest zwei Wohnhäuser betroffen

 "Die Verletzten haben zum größten Teil Trümmerverletzungen, Schnittverletzungen und ähnliches erlitten", sagte der Sprecher der Wiener Berufsrettung. Über die genaue Zahl der Betroffenen und den exakten Schweregrad der Blessuren könne man noch nichts sagen.

Mehrere Straßenzüge wurden in Folge des Unglücks gesperrt. Davon betroffen waren die Preßgasse, die Heumühlgasse, die Operngasse ab Karlsplatz und die Margaretenstraße. Die Verbindung zwischen Wiedner Hauptstraße und Wienzeile über die Schleifmühlgasse war demgegenüber befahrbar.
 

Lauter Knall

Die Erschütterung war noch in einer Entfernung von mehreren 100 Metern spürbar.

Videos und Fotos zeigen kaputte Fenster und reichlich Schutt und Staub auf den Straßen. Von dem betroffenen Wohnhaus sprengte es einen Großteil der Fassade weg. Trümmer krachten auf andere Häuser.

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