150 Schüler stürmten das Wiener Rathaus, um beim Europatag hautnah zu erleben, wie die EU ihren Alltag verändert.
Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und Vizebürgermeisterin sowie Bildungsstadträtin Bettina Emmerling (NEOS) luden zur Veranstaltung "Europa in meiner Schule" in die prachtvolle Volkshalle des Wiener Rathauses. Dort diskutierten Oberstufen- und Berufsschüler mit Experten über Nachhaltigkeit, Mitbestimmung und EU-Projekte direkt vor der Haustür. Von frisch gestalteten Parks über Klimaprojekte an stark frequentierten Plätzen bis zum Wiener Wasserbau-Labor - EU-Mittel sind überall präsent.
Ludwig erinnerte in seiner Begrüßungsrede daran, dass Wien in seiner eigenen Schulzeit noch am Rand des Eisernen Vorhangs gelegen ist und Reisen in die östlichen Nachbarländer schwierig waren. Heute sei Wien "eine wachsende, internationale Metropole mit über zwei Millionen Einwohner*innen im Herzen Europas, zu deren positiver Entwicklung die Europäische Union wesentlich beigetragen" habe.
Und Emmerling unterstrich, dass Demokratie und Bildung Hand in Hand mit europäischer Integration gehen: "Wer 16 Jahre oder älter ist, hat die Möglichkeit, aktiv mitzuentscheiden, in welche Richtung sich Europa entwickelt", so die NEOS-Politikerin.
Projekte mit EU-Unterstützung
Um zu zeigen, "was die EU mit dem Alltag junger Menschen zu tun hat", verwies Ludwig auf konkrete Projekte mit EU-Unterstützung. So kam rund die Hälfte der Umbaukosten des Josef-Strauß-Parks aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Des Weiteren unterstützen EU-Finanzierungen den zweigleisigen Ausbau der Bahn nach Bratislava sowie zahlreiche Klimaschutzinitiativen wie "Smart Klima City" und "Raus aus Gas".
Vor allem das Thema Klimaschutz ist bei jüngeren Generationen nach wie vor von großem Interesse, wie Ludwig betonte: "Die EU hilft nicht nur dabei, Städte klimafit zu machen, sie verbindet uns auch miteinander". Mit anregenden Diskussionen, einer Schnitzeljagd und dem World Café wurde den Jugendlichen klar: Europa beginnt hier – mitten in Wien, im eigenen Grätzl und in ihrer Stimme.