Wien rüstet sich für ein friedliches, aber streng kontrolliertes Hochsicherheits-Event.
Die Vorbereitungen für den Eurovision Song Contest (ESC) in Wien laufen auf Hochtouren. Vor den politischen Hintergründen in der Ukraine und im Nahen Osten ist heuer besondere Vorsicht geboten. Die außerösterreichischen Krisen zwingen die Behörden zu einem Sicherheitskonzept, das deutlich über jenes von 2015 hinausgeht, als hierzulande zum letzten Mal der ESC stattfand.
250 Kräfte im Einsatz
Rund 250 Mitarbeiter aus Polizei und Innenministerium arbeiten aktuell an den Sicherheitsplänen für das Mega-Event im Mai. Allein 600 Volunteers müssen überprüft werden, hinzu kommen etliche Dienstleister und Lieferanten. Auch bei den Einsatzkräften wird aufgestockt: Unterstützung aus den Bundesländern ist fix eingeplant, inklusive speziell ausgebildeter Hundeführer mit Sprengstoffspürhunden. Gegenüber dem ORF verlautbarte Bundespolizeidirektor Michael Takacs, keinen Gegenstand ungeprüft in die Stadthalle gelangen zu lassen. Die laufenden Gefährdungsanalysen würden wöchentlich angepasst.
Die Exekutive legt ihr Hauptaugenmerk auf das Gelände rund um die Stadthalle. Während der Veranstalter im Inneren verantwortlich ist, setzt die Polizei außen auf maximale Kontrolle. Entscheidend ist laut Takacs vor allem eines: ständiges Training. Ob Störaktionen, Proteste oder andere Zwischenfälle - die Einsatzkräfte sollen in jeder Lage blitzschnell reagieren können.
Kontrollen wie am Flughafen
ESC-Besucher müssen sich auf strenge Sicherheitschecks einstellen. In der Stadthalle gelten bereits Standards wie am Flughafen, Röntgengeräte und Sprengstoffkontrollen inklusive. Diese Maßnahmen sollen auch für Public-Viewing-Zonen wie den Rathausplatz oder den Praterdome übernommen werden. Wer dort feiert, sollte möglichst ohne Tasche oder Rucksack kommen.
"In der Stadthalle gelten Flughafenstandards – mit Röntgengeräten und Sprengstoffhunden. Wir empfehlen den Veranstaltern der Public-Viewing-Orte, diese Standards zu übernehmen", erklärt Takacs abschließend.