Mitten in Wien stellt ein neuer "Walk of Fem" fünf starke Frauen ins Rampenlicht und setzt dabei auch ein Zeichen für sichtbare Erinnerungskultur.
Im Schütte-Lihotzky-Park wurde offiziell der "Walk of Fem" eröffnet. Fünf Sterne erinnern dort ab sofort an prägende Frauen aus Kunst, Wissenschaft und Politik. Konkret handelt es sich um Smaragda Berg, Helene Kafka, Margarete Schütte-Lihotzky, Ines Rieder und Helga Pankratz. Die Idee dahinter ist einfach, aber von immenser Bedeutung: Frauen, die viel zu lange im Schatten standen, bekommen endlich ihren Platz im öffentlichen Raum - sichtbar für alle.
Claudia Krieglsteiner, Michael Luxenberger und Sarah Mayer im Schütte-Lihotzky-Park.
Optisch lehnt sich das Konzept an Hollywood an, entwickelt wurde es aber von Künstlerinnen aus Linz, wo es den "Walk of Fem" seit bereits 2020 gibt. "Der Walk of Fem macht Frauen sichtbar, die mit Margareten auf unterschiedliche Weise verbunden sind“, betont Bezirksvorsteher Michael Luxenberger (Grüne). "Durch die Sterne und die Kurzbiografien auf unserer Website erinnern wir nicht nur an vergangene Leistungen, sondern setzen ein Zeichen für eine Erinnerungskultur, die Vielfalt und Gleichberechtigung im öffentlichen Raum feiert."
Die Initiative entstand durch einen Beschluss der Bezirksvertretung nach einem Antrag von NEOS Margareten und KPÖ-LINKS Margareten. Sie stärkt das Bewusstsein für die Leistungen von Frauen und ihre vielfältigen Lebensrealitäten. Aktuell sind stehen fünf Pionierinnen im Fokus, doch das soll erst der Anfang sein. Weitere Sterne sind bereits geplant.