Mitten im Montagstrubel war es im 15. Bezirk mit der Gemütlichkeit schlagartig vorbei. Um exakt 10.49 Uhr verabschiedete sich in weiten Teilen rund um den Westbahnhof der Strom.
Während die Pendler draußen vorbeihasteten, blieb drinnen in den Wohnungen das Licht aus. Von einer Sekunde auf die andere saßen hunderte Menschen buchstäblich im Dunkeln und nichts ging mehr. Das betroffene Grätzel zog sich von der Linken Wienzeile bis hinauf zur Mariahilfer Straße. Auch in der Sperrgasse und rund um die Goldschlagstraße schauten die Bewohner in die Röhre.
Laut der offiziellen Störungskarte der Wiener Netze war die Versorgung in diesem Bereich komplett unterbrochen. Rund 400 Haushalte sowie etliche Büros und Geschäfte waren von diesem massiven Gebrechen betroffen und mussten unfreiwillig eine Pause einlegen.
Ursachenforschung läuft auf Hochtouren
Warum die Lichter plötzlich ausgingen, darüber wird derzeit noch gerätselt. Meistens steckt ein unvorsichtiger Bagger bei Grabungsarbeiten, ein umgestürzter Baum oder ein technischer Defekt hinter so einer Misere.
Lange mussten die Betroffenen zum Glück nicht ausharren. Die Monteure der Wiener Netze gaben ordentlich Gas und brachten die ersten Haushalte schon bald wieder ans Netz. Gegen Mittag war der Spuk für die meisten Wiener wieder vorbei und die Energie floss wieder ordnungsgemäß in die Steckdosen.