Heldendenkmal Wien beschmiert

Russische Botschaft:

Heldendenkmal in Wien erneut geschändet

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Moskau 'tief enttäuscht' über fehlende Sicherheitsvorkehrungen durch österreichische Behörden.

Das Heldendenkmal der Roten Armee für die bei der Befreiung Österreichs 1945 gefallenen Soldaten in Wien ist nach Angaben der russischen Botschaft in der Nacht zum Dienstag mit schwarzer Farbe beschüttet worden. Ein früherer Vandalenakt sei erst in der Nacht zum 10. Jänner dieses Jahres verübt worden, heißt es in einer Aussendung der diplomatischen Vertretung Russlands,

Dem Außenministerium Österreichs sei eine Protestnote übermittelt worden. Beim jüngsten Vandalenakt seien die beim Denkmal am Schwarzenbergplatz anlässlich des Tags des Vaterlandsverteidigers niedergelegte Kränze und Blumen überschüttet worden.

Russische Botschaft empört

"Es ruft tiefe Enttäuschung hervor, dass es den österreichischen Behörden trotz zahlreicher Versprechungen und Versicherungen bis jetzt nicht gelungen ist, für das Denkmal die notwendige Sicherheit zu gewährleisten und die konsequent das Monument angreifenden Vandalen auszuforschen und zu bestrafen", kritisierte die russische Botschaft.

Sie erinnerte an die gemäß dem Vertrag über die Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreichs 1955 übernommene Verpflichtung zur Pflege der sowjetischen Soldatengräber und Denkmäler.

Ermittlungen eingeleitet

Die Polizei wurde am Dienstag gegen 9.00 Uhr über die Beschmierung verständigt. "Ermittelt wird wegen schwerer Sachbeschädigung durch unbekannte Täter", sagte Polizeisprecher Daniel Fürst. Informiert wurde auch das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT).

Das "Russen-Denkmal" hinter dem Hochstrahlbrunnen, dessen offizielle Bezeichnung "Denkmal zu Ehren der Soldaten der Sowjetarmee" lautet, wurde vom Architekten S. G. Jakowiew und vom Bildhauer M. A. Intazarin gestaltet. Die Enthüllung des Denkmals erfolgte am 19. August 1945. Der Text der Erläuterungstafel lautete: "Zu Ehren des Generalissimus Josef W. Stalin, des Oberbefehlshabers der Roten Armee, der Befreierin Wiens." Nach offiziellen sowjetischen Angaben fielen allein im Kampf um Wien in April 1945 18.000 sowjetische Soldaten.

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