Wien fährt vor

Bierlaster bis Müllwagen: 50 Betriebe fahren emissionsfreie

Das Projekt "Zero Emission Transport" der Wirtschaftskammer Wien in Zusammenarbeit mit der Stadt wächst weiter. Jetzt wurde ein neuer Meilenstein erreicht: 50 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen und Größen absolvieren jetzt freiwillig ihre Fahrten in den 1. und 2. Bezirk emissionsfrei. 

Immer mehr Unternehmen in Wien sind mit emissionsfreien Gefährten unterwegs. Eine entsprechende Initiative hat nun bereits 50 Mitglieder, wie Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und Wirtschaftskammerpräsident Walter Ruck am Dienstag in einer Pressekonferenz berichteten. Im Rahmen des Projekts "Zero Emission Transport" absolvieren Firmen ihre Fahrten im 1. und 2. Bezirk mit E-Mobilen. Ein Manko ist laut den Betrieben zum Teil noch die Verfügbarkeit bei größeren Fahrzeugen.

Seit dem Beginn des Projekts im Juni 2024 wurden laut Ludwig mehr als 5 Mio. Kilometer emissionsfrei zurückgelegt. Knapp 2.000 Tonnen CO2-Äquivalente und mehr als eine Tonne Stickoxide seien damit eingespart worden, hieß es. Anfangs waren 30 Unternehmen mit dabei, wie Ruck erzählte. Nun hält man bei 50. Ausgelegt ist der Transport-Versuch vorerst auf vier Jahre, wobei eine Verlängerung heute nicht ausgeschlossen wurde.

Noch Bedarf bei größeren Fahrzeugen

Herausfordernd ist noch der Einsatz größerer Gerätschaften. So sind etwa Lkws mit Kühleinrichtung bei Ankerbrot noch nicht elektrisch unterwegs, wie Marketing-Geschäftsführerin Tina Schrettner erzählte. Die derzeitige Technik würde noch keine längeren Strecken ermöglichen. Die Umstellung des gesamten Anker-Fuhrparks soll darum erst 2035 vollzogen werden.

Porr-Chef Karl-Heinz Strauss ortete ebenfalls Bedarf, nämlich bei den großen Baumaschinen. Hier müsse sich noch einiges tun, bis diese in ausreichendem Maß verfügbar seien, sagte er. Das Entsorgungsunternehmen Saubermacher wiederum hat bereits Müllfahrzeuge im Einsatz, bei denen auch der Aufbau elektrisch funktioniert. Das sorge unter anderem für weniger Lärm, wie Unternehmensgründer Hans Roth erläuterte.

Brau Union mit acht E-Lkw unterwegs

Mobilitätsminister Peter Hanke (SPÖ) besuchte am Dienstag einen Standort der Brau Union in Schwechat. Von hier aus beliefert der Bierkonzern Wiener Kunden unter anderem mittels acht elektrisch betriebenen Lastkraftwägen. "Im Zuge unseres Programms eMOVE Austria konnten wir die Brauunion bei ihrer Anschaffung von 24 E-LKW mit rund 4,2 Mio. Euro unterstützen", wird der Minister in einer Aussendung zitiert. Die restlichen 16 Lkw sollen in den kommenden Monaten in Betrieb genommen und an verschiedenen Logistikstandorten zum Einsatz kommen.

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