Buch-Präsentation

Wut-Oma: Ihre Polit-Show mit dem Vize-Kanzler

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Reinhold Mitterlehner kam überraschend vorbei.

"Die Wut-Oma ist eine Wucht!“ VP-Vizekanzler Reinhold Mitterlehner ließ es sich nicht nehmen, persönlich bei der Buch-Präsentation von Frieda Nagl vorbeizuschauen. Vor kurzem avancierte die 75-jährige Wirtin aus Rauris zum Polit-Star. Sie attackierte den Vizekanzler im ORF live auf Sendung.

Video: So verlief die Präsentation

Nagl hat ihr eigenes „Programm für Österreich“

Rekordzeit. Mit ihrem Auftritt gewann Nagl nicht nur die Herzen der Zuseher, sondern auch des überrumpelten Ministers. Im Anschluss gab es bei einem Bier ein langes Gespräch zwischen Politiker und Polit-Rebellin. Nur Wochen später schreibt sich Nagl in Rekordzeit mit ihrem Buch den Frust von der Seele.

© TZ ÖSTERREICH/Artner
Wut-Oma: Ihre Polit-Show mit dem Vize-Kanzler

(C) TZ ÖSTERREICH/Artner

Strache ist „unheimlich“ und Kurz ihr Liebling
Darin wettert die Salzburgerin jedoch nicht nur weiterhin gegen „saublöde Gesetze“, sie bietet mit ihrem „Programm für Österreich“ auch Lösungen. Darin fordert sie „runter mit den Steuern“ und hält Politiker an, sich wieder um die kleinen Leute zu kümmern und nicht „den Banken und Konzernen zu dienen“. „Wir machen ab jetzt eine Art „Frieda-Qualitätssiegel“, verrät Überraschungsgast Mitterlehner (s. Interview). Und wem würde die Wut-Oma gerne als nächstes die Leviten lesen? „Auf jedem Fall dem Faymann. Der Strache ist mir manchmal auch unheimlich“, so Nagl. „Den Außenminister Kurz, den mog i!“ Mit ihm ist kommenden Donnerstag ein Treffen angesetzt.

 

Interview mit Reinhold Mitterlehner

ÖSTERREICH: Sie haben sich gerade ein Exemplar von Frieda Nagls Buch geschnappt. Was halten Sie von ihrem „Programm für Österreich“?
Mitterlehner: "Frieda Nagl ist eine Wucht! Mit viel Emotion und Kraft hat sie die gesamte Ausrichtung der Republik hin zu mehr Bürgerorientierung gebracht. Wir machen jetzt eine Art 'Frieda-Qualitätssiegel'. Jeder Politiker bei uns muss von nun an, wenn er etwas macht, genau erklären, was der Bürger davon hat."

ÖSTERREICH: Sie nehmen ihr ihren Auftritt beim Sommergespräch also nicht übel?
Mitterlehner: 2Absolut nicht. Frieda Nagl ist eine sehr sympathische Frau, die aus einer tiefen Überzeugung heraus agiert. Ich finde sie großartig und denke, dass sie in vielen Bereichen ein Vorbild sein könnte."


Interview: Karim Fischer

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