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Burgenland öffnet trotz Ost-Lockdown

Wienern droht 1.450-Euro-Strafe für Shopping in Parndorf

Landeshauptmann Doskozil prescht vor und beendet den harten Lockdown.

Eisenstadt. Das Burgenland schert aus, verlässt den Pakt der ­„Ost-Bundesländer“. Ab Montag wird geöffnet. Wien und Niederösterreich bleiben im verschärften Lockdown (siehe unten).
Intensivbetten. Ab 18. April werden der Handel und die Schulen wieder aufsperren. „Die Zahlen gehen massiv zurück“, sagte gestern SP-Landeshauptmann Hans Peter Doskozil. Was stimmt: Seit Ende März sinkt die Zahl der aktiven Corona-Fälle kontinuierlich. Aber große Sorge bereitet dennoch die Belegung auf den Intensivstationen der Spitäler. Sie ist so hoch wie noch nie zuvor während der Pandemie.

Spitäler im Burgenland sind jetzt im "Notbetrieb"

Triage. 27 Menschen liegen derzeit in Lebensgefahr in Intensivbetten. Die Grenze der Triage ist bereits erreicht (siehe Grafik). Das bedeutet, die Ressourcen der Spitäler reichen nicht mehr aus, die Ärzte müssen entscheiden, in welcher Reihenfolge sie Patienten behandeln.

Notbetrieb. Die burgenländischen Spitäler befinden sich derzeit im Notbetrieb, das sagt KRAGES-Geschäftsführer Hubert Eisl.

1.450 Euro Strafe. Eine große Unbekannte ist der zu erwartende Zustrom aus Wien und Niederösterreich. Das Innenministerium hat einige Hotspots definiert. Dazu zählt etwa das Outlet-Center Parndorf. Auch hier soll es regelmäßig Schwerpunktkontrollen geben, erfuhr ÖSTERREICH aus dem Innenministerium. Strafen: bis zu 1.450 Euro.

Denn wegen des verschärften Lockdowns darf man aus Wien und NÖ nur in Ausnahmen ausreisen: ein „Erholungsspaziergang“ oder das „Einkaufen, um Grundbedürfnisse zu decken“, so das Gesundheitsministerium.

„Notbremse“. Die Bundesregierung beobachtet die Vorgänge jedenfalls ganz genau, sagt der amtierende grüne Gesundheitsminister Werner Kogler. VP-Kanzler Sebastian Kurz: „Wenn es notwendig ist, muss die Notbremse gezogen werden.“

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