Rekord-Hoch

Fast 6.000 Grippe-Kranke: Spitäler an Belastungsgrenze

Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien schlägt Alarm: Schon jetzt um ein Viertel mehr Hospitalisierungen als im Vorjahr

Die Grippewelle hält weiter an, ein Abflachen zeichnet sich derzeit. Laut der Österreichischen Gesundheitskassa (ÖKG) sind aktuell über 5.800 mit echter Influenza im Krankenstand - das sind rund ein Tausend mehr als in der Vorwoche. Die Grippe-Saison hat also schon jetzt im Jänner ihren Höhepunkt erreicht.

Spital
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Das zeigt sich auch an der Anzahl der Hospitalisierungen: Die Zahl der influenzabedingten Hospitalisierungsfälle in Wien übersteigt den Höchststand der vergangenen Saison bereits jetzt um rund ein Viertel, so die im Dashboard des Dachverbands der Sozialversicherungsträger ( https://www.sari-dashboard.at/ ) erfassten Zahlen.

Auch zahlreiche Kinder krank.
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"Ordinationen derzeit völlig überrannt und am Limit"

 „Auch die Ordinationen der Wiener Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner sind derzeit völlig überrannt und am Limit“, sagt Naghme Kamaleyan-Schmied, Vizepräsidentin und Kurienobfrau der niedergelassenen Ärzte der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien. „Erfahrungsgemäß steigen insbesondere nach den Weihnachtsferien, wenn der Schul- und Kindergartenbetrieb wieder aufgenommen wird, die Erkrankungszahlen noch einmal deutlich an.“ Ebenso verweist das Zentrum für Virologie der Medizinischen Universität Wien auf den fortwährenden Anstieg der Influenza-Aktivität in Österreich.  

Fast 6.000 Grippe-Kranke: Spitäler an Belastungsgrenze
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Ärzte fordern gratis Influenza-Tests

Daher fordert die Ärztekammer gratis Influenza-Tests als Kassenleistung und flächendeckenden Einsatz von CRP-Tests. Zwar gibt es entsprechende Influenza-Tests, diese müssen aber von den Patientinnen und Patienten privat bezahlt werden. Der Einsatz von CRP-Schnelltests in den Ordinationen ist durch die Krankenkasse stark limitiert. „Virale Infekte können bekanntermaßen nicht mit Antibiotika therapiert werden. Eine fälschliche Gabe von Antibiotika ist also nicht nur sinnlos, sondern führt zu einem Anstieg von Resistenzen,“ sagt Kamaleyan-Schmied. Für rechtzeitige und gezielte Therapien ist es deshalb unerlässlich Influenza-, COVID-, RSV- oder CRP-Schnelltests in den Ordinationen durchführen zu können.

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