4.500 Asylwerber kehrten 2010 heim

Freiwillige Rückkehr

4.500 Asylwerber kehrten 2010 heim

Die wichtigsten Rückkehrländer waren der Kosovo, vor der Russischen Föderation und Serbien.

Im Jahr 2010 sind 4.499 Asylwerber freiwillig in ihre Heimatländer zurückgekehrt. 3.905 Personen wurden dabei von der Internationalen Organisation für Migration (IOM) unterstützt. Das gab die Medien-Servicestelle "Neue Österreicher/innen" am Dienstag unter Bezugnahme auf Daten des Innenministeriums bekannt.

Zahl gleichgeblieben
Die allgemeine Zahl der Rückkehrer ist zwischen 2000 und 2010 in etwa gleich geblieben, so die Servicestelle; die Anzahl der durch die IOM unterstützten Rückkehrer hat sich hingegen von 419 Personen (2000) auf 3.905 im Jahr 2010 beinahe verzehnfacht. Im Vorjahr wurden 2.880 Personen bei ihrer Rückkehr vom IOM geholfen. Eine Gesamtzahl für 2011 liegt derzeit noch nicht vor.

Die mit Hilfe der zwischenstaatlichen Organisation IOM rückkehrenden Personen erhalten zuvor Beratung von NGOs. 2010 waren 40 Prozent der Betroffenen Klienten der Caritas, 52 Prozent beim Verein Menschenrechte Österreich und sechs Prozent beim internationalen Unternehmen European Homecare (der Rest wurde von anderen NGOs und Behörden beraten).

Von den unterstützen Rückkehrern konnten 789 Personen die Kosten der Reise selbst aufbringen. Für 3.116 Personen übernahm das Innenministerium die Reisefinanzen, darüber hinaus im Bedarfsfall die Kosten für Beschaffung von Heimreisedokumenten sowie eine finanzielle Unterstützung in der Höhe von bis zu maximal 370 Euro pro Person.

Die wichtigsten Rückkehrländer waren laut IOM im Jahr 2010 der Kosovo (681 Rückkehrer), vor der Russischen Föderation (616) und Serbien (416) - gefolgt von der Republik Moldau (184) und Georgien (176). Die Länder mit der geringsten Rückkehrquote waren Algerien (19), Albanien (17) und Ägypten (16).

Deutliche Unterschiede gibt es bezüglich der Geschlechter: mehr als doppelt so viele Männer (2.854) als Frauen (1.051) gingen 2010 in ihre Ursprüngsländer zurück. Die Rückkehrer sind meist junge Personen: 2010 waren 52 Prozent von ihnen zwischen 18 und 34 Jahren alt. Den kleinsten Anteil der Rückkehrer machte die Gruppe der über 50-Jährigen aus (6,4 Prozent).

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