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"Sie soll gehen"

FPÖ-nahes Magazin fordert sofortigen Kneissl-Rücktritt

"Zur Zeit"-Herausgeber Walter Seledec hat in einem Kommentar in der der FPÖ nahestehenden Wochenzeitschrift die auf einem freiheitlichen Ticket in die Bundesregierung eingezogene Außenministerin Karin Kneissl infrage gestellt. Anlass gab Kneissls Auftritt in der ORF-"Pressestunde" vor knapp zwei Wochen, bei dem sie sich nicht zur Wahl von FPÖ-EU-Spitzenkandidat Harald Vilimsky bekennen wollte.
 
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Kneissl soll gehen

Die Außenministerin hatte eine entsprechende Frage mit Verweis auf das Wahlgeheimnis quittiert. Dies wertete Seledec als Distanzierung, die "förmlich" zu greifen gewesen sei, und attestierte: "Frau Kneissl geht ihre eigenen Wege. Das sind aber nicht jene politischen Grundsätze, die die freiheitliche Partei vertritt."
 
"Wenn sämtliche blaue Regierungsmitglieder sich direkt oder indirekt von der FPÖ distanzieren oder die Bewegung nicht offensiv und eindeutig - besonders vor Wahlen - unterstützen, könnte es für die blaue Partei unangenehm bis letal enden", heißt es in dem Kommentar. Wer von den Freiheitlichen "ins Rampenlicht gestellt" worden sei, sollte diese Bewegung "uneingeschränkt" unterstützen, so der ehemalige ORF-Chefredakteur: "Wem es nicht gefällt, der oder die kann natürlich gehen. Am besten gleich und sofort. Es gibt viele andere Spitzenkräfte in der FPÖ!"

 

Parteilose Ministerin

Karin Kneissl ist parteilos, wurde aber von der FPÖ als Außenministerin nominiert. Zuvor war die gebürtige Wienerin als Diplomatin und Nahostexpertin tätig. 
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