Schuss- und stichsicher: 24.000 Westen für Polizei

Angriffe auf Exekutivbeamte nehmen zu

Schuss- und stichsicher: 24.000 Westen für Polizei

Die heimischen Polizistinnen und Polizisten werden bis Ende 2020 mit neuen Stichschutzwesten ausgerüstet. Die Auslieferung der ersten der insgesamt 24.000 sogenannten ballistischen Gilets soll demnächst beginnen. Am Montag wurde von Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) der erste Mustersatz zur Maßanfertigung an Beamte übergeben, teilte das Innenministerium (BMI) in einer Aussendung mit.

Die neuen Gilets werden allen Exekutivbediensteten persönlich angepasst und zugewiesen und können sowohl als Überzieh- als auch als Unterziehschutzweste getragen werden. "Die ersten 1.000 Maßangaben sollen bis 6. August an die Firma geliefert werden, dann können wir mit einer Lieferung bis Mitte September rechnen. Bis Oktober müssen alle 4.000 Wiener Kolleginnen und Kollegen vermessen werden, die wir dieses Jahr noch beliefern möchten", berichtete der Wiener Landespolizeivizepräsident Michael Lepuschitz.

Angriffe auf Polizisten stark gehäuft

2018 werden österreichweit 8.000 Stück geliefert, wobei 4.000 Westen an die Landespolizeidirektion Wien gehen, da in der Bundeshauptstadt der Einsatz von Stichwaffen am häufigsten vorkommt. Die übrigen 4.000 Stück werden auf die Bundesländer aufgeteilt. In den Jahren 2019 und 2020 folgen dann jeweils weitere 8.000 Stück.

In den vergangenen Jahren haben sich Angriffe mit Stichwaffen auf Polizisten stark gehäuft, hieß es in der Aussendung. Die neuen ballistischen Gilets sind schusssicher und bieten zusätzlich einen Stichschutz. Ihm sei es "ein Herzensanliegen", dass die Beamten "nach dem Dienst wieder unversehrt nach Hause kommen", wurde Kickl zitiert.

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