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Attacke auf Facebook

So lästert Strache über Kerns neuen Job bei der Putin-Bahn

Das wird im Wahlkampf noch für ordentlich Zündstoff sorgen: Nur drei Tage, nachdem die SPÖ ihre Bundesliste und das Wahlprogramm beschlossen hat, platzte am Dienstag die Nachricht vom neuen Job des früheren SPÖ-Kanzlers Christian Kern (53) heraus – er ist bei der russischen Staatsbahn RŽD in den Aufsichtsrat berufen worden.
 

Angriff auf Facebook

Ex-FPÖ-Chef Strache attackierte die SPÖ umgehend auf Facebook. "Wer hat am am lautesten über die Kontakte der FPÖ zu Russland gewettert? Die falsche SPÖ!"
 
Sanktionsgegner. Kern, der vor seiner Zeit als Kanzler Chef der ÖBB war, wird in Moskau als Gegner der EU-Sanktionen gegen Russland geschätzt. Er war beim St. Petersburger Wirtschaftsforum im Sommer 2017, damals noch als Bundeskanzler, mit Putin zusammengetroffen und hatte u. a. Kritik an den Sanktionen durchblicken lassen. Während Kerns Kanzlerschaft wurde zudem die Einrichtung eines österreichisch-russischen Forums (Sotschi-Dialog) in die Wege geleitet.
 

Putin schätzt Kerns Position gegen die EU-Sanktionen


Bahnexperte. Fakt ist: Mit Kern holt sich die Putin-Bahn einen der Top-Bahnexperten Europas. Unter seiner Führung wurden die ÖBB zu einem profitablen Unternehmen. Die Honorare für die zwölf Aufsichtsratsmitglieder der RŽD lagen 2018 übrigens bei insgesamt umgerechnet 720.000 Euro.
 
Um ein gutes Verhältnis zu Russland sind auch viele andere österreichische Politiker bemüht. So sitzt etwa ­Ex-ÖVP-Kanzler Wolfgang Schüssel seit Kurzem im Aufsichtsrat des russischen Mineralölkonzerns Lukoil.
 

 

Das Imperium des Ex-Kanzlers

Vor allem in Israel hat sich Ex-Kanzler Christian Kern mit seinen Start-ups ein eindrucksvolles Netz aufgebaut. Der aktuellste Coup: Kern gehört zu einer Gruppe von Investoren, die 10 Millionen Euro in die israelische Eisenbahn-Sicherheitsfirma Cylus gesteckt hat. Doch Kern verdient auch mit Rüstung Geld. Die Blue Minds Company, die seine Ehefrau Eveline Steinberger-Kern 2014 gestartet hat, ist ein Joint Venture mit der Firma SOSA einge­gangen, die von einem Ex-Offizier der israelischen Armee geführt wird. SOSA kooperiert mit Rafael, dem größten israelischen Rüstungskonzern.

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